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Sozial-Karriere Lexikon Profession

Profession

Susann Stollberg
von Susann Stollberg (Ärztin) Zuletzt aktualisiert: 21.01.2026
Profession

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Profession?
  2. Herkunft
  3. Charakteristika und Funktion
  4. Praxis
  5. Ziele
  6. Bedeutung und Kritik

Wer in Gesundheitswesen, Justiz oder Sozialarbeit tätig ist, braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch eine besondere berufliche Haltung. Der Begriff „Profession“ beschreibt eine besonders qualifizierte, wissenschaftlich fundierte und gesellschaftlich anerkannte Form von Berufstätigkeit.

In einer komplexen und arbeitsteiligen Gesellschaft kommt solchen Tätigkeiten eine zentrale Bedeutung zu. Ärztinnen, Lehrer, Richter oder Sozialarbeiter üben nicht nur einen Beruf aus. Sie tragen Verantwortung für andere Menschen, treffen Entscheidungen mit weitreichenden Folgen und handeln auf der Grundlage von Wissen und ethischen Prinzipien. Damit sichern sie Gesundheit, Gerechtigkeit, Bildung und soziale Teilhabe. Der folgende Text beleuchtet, was unter einer Profession verstanden wird, welche Merkmale sie kennzeichnen und welche Funktion und Ziele ihr zugeschrieben werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Profession?
  2. Herkunft
  3. Charakteristika und Funktion
  4. Praxis
  5. Ziele
  6. Bedeutung und Kritik

Profession – Definition

Unter einer Profession versteht man eine spezialisierte Form beruflicher Arbeit. Sie unterscheidet sich von einem allgemeinen Beruf durch ein hohes Maß an fachlicher Qualifikation, eine klare ethische Verpflichtung und eine besondere gesellschaftliche Relevanz. Klassisch zählen Medizin, Rechtswesen, Theologie und Soziale Arbeit zu den Professionen. Gemeinsam ist ihnen die enge Verbindung von theoretischem Wissen, praktischer Kompetenz und einem besonderen Vertrauensverhältnis zu denjenigen, die auf professionelle Unterstützung angewiesen sind.

Das zentrale Kennzeichen einer Profession ist somit nicht allein die Fachlichkeit, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft. Professionelles Handeln bedeutet, Entscheidungen nicht nur nach technischen oder organisatorischen Kriterien zu treffen, sondern auch nach moralischen Maßstäben und wissenschaftlichen Standards.

Was ist der Unterschied zwischen Beruf und Profession?

Ein Beruf ist allgemein jede Tätigkeit, die dem Lebensunterhalt dient und auf praktischen Fähigkeiten oder erlernten Kenntnissen basiert. Eine Profession hingegen erfordert in der Regel eine akademische Ausbildung, gründet auf wissenschaftlichem Wissen, folgt klaren ethischen Prinzipien und übernimmt eine besondere Verantwortung für das Gemeinwohl.

Profession – Herkunft und historische Entwicklung

Der Begriff geht auf das lateinische “professio” zurück und bezeichnete ursprünglich ein Bekenntnis oder öffentliche Erklärung zu einem Glauben, einer Lehre oder einem Beruf. Im Mittelalter bekannten sich vor allem Theologen, Juristen und Ärzte zu einer “professio”. Ihr Handeln wurde als Ausdruck einer besonderen Berufung verstanden und war mit einer besonderen moralischen Verantwortung verbunden.

Im 20. Jahrhundert rückte der Begriff in den Fokus der Soziologie. Wissenschaftler definierten typische Merkmale wie eine fundierte akademische Ausbildung, berufliche Autonomie, die Bindung an ethische Kodizes sowie die besondere Bedeutung für das Gemeinwohl. In dieser Zeit weitete sich seine Bedeutung auch auf pädagogische und soziale Berufsfelder aus. Heute werden auch Sozialarbeit, Psychologie und Pädagogik zu Professionen gezählt. 

Profession – Charakteristika und Funktion

Professionen zeichnen sich durch mehrere Merkmale aus, die zusammen ihr besonderes Profil bilden. Dazu gehören eine wissenschaftlich fundierte akademische Ausbildung, ein klar umrissenes Aufgabenfeld mit fachlicher Autonomie, eine ethische Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft, die Mitgliedschaft in berufsständischen Organisationen wie Kammern oder Verbänden sowie ein staatlich geregelter Zugang zum Beruf.

Ihre Funktion geht über die reine Berufsausübung hinaus. Professionen übernehmen Verantwortung für Menschen in verletzlichen oder abhängigen Lebenslagen – sei es bei Krankheit, rechtlicher Unsicherheit oder sozialer Ausgrenzung. Dabei entsteht ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Fachkraft und Klient. Dieses Vertrauen setzt voraus, dass professionelle Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und stets am Wohl des Betroffenen orientiert sind.

Profession in der Praxis

Professionelles Arbeiten beruht auf wissenschaftlich fundierten Methoden, systematischer Reflexion und einem klaren Rollenverständnis. Dazu gehören die Fähigkeit, sich abzugrenzen, interdisziplinär zusammenzuarbeiten und ethische Standards im Alltag konsequent zu wahren. Profession zeigt sich jedoch nicht allein in einer formalen Ausbildung, sondern ebenso in der Haltung, der Entscheidungsfähigkeit und der Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Professionen finden sich vor allem in Bereichen wie Gesundheitswesen, Justiz, Sozialwesen, Bildung und Seelsorge. Zu den typischen Berufen zählen:

  • Ärzte
  • Pflegekräfte mit Studienabschluss
  • Richter
  • Rechtsanwälte
  • Sozialarbeiter
  • Heilpädagogen
  • Lehrer
  • Sonderpädagogen
  • Pfarrer oder Pastoralreferenten.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Professionsbegriff erweitert. Heute schließt er auch Berufsfelder ein wie therapeutische Praxis, Erziehungswissenschaft oder das Case Management im Sozialwesen.

Profession Arztberuf

Am Beispiel des Arztberufs wird deutlich, was eine Profession ausmacht. Ärztliches Handeln stützt sich auf evidenzbasierte Medizin, die Forschungsergebnisse, praktische Erfahrung und die individuelle Situation des Patienten miteinander verbindet. Gleichzeitig ist die Tätigkeit ethisch gebunden: Kodizes wie das Genfer Gelöbnis oder die Berufsordnungen der Ärztekammern setzen klare Maßstäbe. Gerade in Grenzfragen wie der Behandlung Schwerstkranker oder in der Forschung an neuen Therapien zeigt sich, dass professionelles Handeln nicht nur wissenschaftliches Wissen, sondern auch moralisches Urteilsvermögen und Menschlichkeit erfordert.

Profession – Ziele

Das Ziel professionellen Handelns besteht darin, gesellschaftlich relevante Aufgaben sachgerecht, verantwortungsvoll und wirksam zu erfüllen. Dazu gehören die Unterstützung von Menschen in komplexen Lebenslagen, die Sicherung von Grundrechten und gesellschaftlicher Teilhabe, der Schutz vor Schäden durch fehlerhafte Beratung oder Behandlung sowie die ständige Weiterentwicklung der fachlichen Qualität. Eine Profession ist daher immer zukunftsorientiert und verpflichtet sich zur Verbesserung ihrer Standards.

Profession – Bedeutung und Kritik

Gerade im pädagogischen und sozialen Bereich hat Professionalisierung eine zentrale Bedeutung. Pädagogische Fachkräfte und Sozialarbeiter tragen Verantwortung für den Schutz von Kindern, die Förderung von Entwicklung oder die Unterstützung vulnerabler Gruppen. Eine professionelle Haltung schafft Verbindlichkeit, schützt Klienten wie Fachkräfte und stellt Qualität durch Ausbildung, Supervision und Weiterbildung sicher.

Allerdings ist der Professionsstatus in Soziale Berufen nicht immer eindeutig. In vielen Einrichtungen arbeiten Fachkräfte mit Helfern oder Quereinsteigern zusammen, was Fragen nach Anerkennung, Professionalisierung und gerechter Vergütung aufwirft. Der Anspruch bleibt jedoch bestehen: Professionelles Handeln muss sich durch Wissenschaftsbezug, ethische Verantwortung und reflektierte Praxis auszeichnen – unabhängig von ökonomischem Druck oder institutionellen Begrenzungen.

Häufige Fragen

  1. Was ist der Unterschied zwischen Beruf und Profession?
  2. Nicht jeder Beruf ist eine Profession. Eine Profession zeichnet sich durch wissenschaftliche Fundierung, ethische Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz aus.

  3. Welche Berufe gelten als klassische Professionen?
  4. Dazu zählen vor allem Medizin, Recht, Theologie und Soziale Arbeit. Weitere Beispiele sind Psychotherapie, Pflege mit Hochschulabschluss oder das Lehramt.

  5.  Warum ist Professionalisierung wichtig?
  6. Sie schafft verbindliche Standards, sichert Qualität und schützt sowohl Fachkräfte als auch Klienten. Professionalisierung ermöglicht fachlich fundiertes und ethisch verantwortungsvolles Handeln.

  7. Gibt es Kritik am Professionsbegriff?
  8. Ja. Kritisiert wird unter anderem, dass der Begriff hierarchisierend wirken kann und bestimmte Berufsgruppen ausschließt, obwohl diese ebenfalls gesellschaftlich unverzichtbare Arbeit leisten. Auch Machtverhältnisse und Deutungsansprüche innerhalb von Professionen sind regelmäßig Gegenstand der Diskussion.

Autor
Susann Stollberg

Susann Stollberg

Ärztin

Dr. med. Susann Stollberg ist Ärztin in Weiterbildung und unterstützt die Redaktion von Sozial-Karriere mit verschiedenen Texten zu medizinischen Themen. Ihr Fachwissen nutzt sie dazu, medizinische und pflegerische Themen bei Sozial-Karriere einzuordnen und zu beleuchten. Daneben arbeitet sie in ihren Beiträgen gerne die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten für Angestellte im Sozialwesen auf. Auch Ratgeber für den ärztlichen Arbeitsalltag sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben liegen ihr am Herzen.

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