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Die Arbeit im Berufsfeld Erziehung ist vielfältig, anspruchsvoll und gesellschaftlich unverzichtbar. Erziehungs-Fahkräfte begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene in wichtigen Lebensphasen, unterstützen ihre Entwicklung und fördern soziale sowie individuelle Kompetenzen. Je nach Tätigkeitsbereich, Qualifikation und Verantwortungsumfang unterscheiden sich dabei auch die Verdienstmöglichkeiten. Während tarifliche Regelungen im öffentlichen Dienst für Sicherheit und klare Gehaltsstrukturen sorgen, bieten Weiterbildungen Chancen für finanzielle Entwicklung. Der folgende Artikel stellt verschiedene pädagogische Berufe im Detail vor und zeigt, welche Gehälter in der Erziehung möglich sind.
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Berufsfeld Erziehung – Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt?
Das Einkommen im Erzieher-Bereich variiert je nach persönlichen und strukturellen Voraussetzungen. Ein zentraler Einflussfaktor ist die Qualifikation: Je höher Bildungsabschluss, Zusatzqualifikationen oder ein weiterführendes Studium ausfallen, desto höher können auch die Verdienstmöglichkeiten sein. Zudem spielen Region, Stadt und Bundesland eine bedeutende Rolle, da die Bezahlung in Ballungsräumen und wirtschaftlich starken Regionen oft höher ausfällt als in ländlichen Gebieten. Auch Alter und Berufserfahrung wirken direkt auf die tariflichen Stufen – und damit auf das Gehalt.
Darüber hinaus macht es einen Unterschied, bei welchem Träger man arbeitet: Öffentliche Einrichtungen zahlen meist nach Tarif und damit besser als private Träger, während kirchliche Einrichtungen häufig eigene, aber ebenfalls tarifähnliche Regelungen haben. Auch die Größe der Einrichtung kann das Einkommen beeinflussen, insbesondere wenn zusätzliche Verantwortung übernommen wird.
Diese Tarifverträge gelten für diese Berufsgruppe
In der Berufsgruppe Erziehung gilt primär der TVöD SuE (Sozial- und Erziehungsdienst). Dieser umfasst die Entgeltgruppen S2 bis S18, wobei die Gruppen S5, S6 und S10 weggefallen sind. Jede Gruppe hat sechs Stufen, die sich nach der Berufserfahrung richten. Ein Aufstieg in höhere Entgeltgruppen erfolgt durch mehr Bildung, größere Verantwortung oder die Übernahme besonders schwieriger Aufgaben.
Im Bereich Wissenschaft und Forschung kommt zudem häufig der TV-L (Tarifvertrag der Länder) zum Einsatz. Hier gelten die Entgeltgruppen E1 bis E15Ü, ebenfalls meist mit sechs Stufen, wobei E1 und E15Ü keine Stufe 1 haben und E15Ü bei Stufe 5 endet. Auch hier bestimmen Erfahrung, Qualifikation und Aufgabenbereich die Eingruppierung und den Gehaltsaufstieg.
Gehalt in Erzieher-Berufen – Der Erzieher
Erzieher bilden das Herzstück der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie begleiten Kinder in ihrer Entwicklung, fördern soziale, sprachliche und motorische Fähigkeiten und unterstützen Familien in der alltäglichen Betreuung. Dabei gibt es zahlreiche Spezialisierungen – etwa für den Krippen- und Kindergartenbereich, für die Arbeit im Hort, in der Heimerziehung oder mit Menschen mit Behinderungen.
Das durchschnittliche Einkommen von Erziehern liegt je nach Einrichtung und Berufserfahrung zwischen 3.353 Euro und 4.245 Euro brutto im Monat, wobei der Median bei 3.749 Euro liegt. Im öffentlichen Dienst erfolgt die Eingruppierung in der Regel nach TVöD SuE in die Entgeltgruppe S8a mit einem Gehalt zwischen 3.549 Euro und 4.541 Euro. Mit wachsender Verantwortung, beispielsweise in der Gruppenleitung oder als stellvertretende Leitung, sind S9 oder sogar S11a möglich – und damit spürbar höhere Verdienstmöglichkeiten.
Weitere Informationen zum Gehalt als Erzieher gibt es hier:
Gehalt in Erzieher-Berufen mit Ausbildung
Im Berufsfeld Erziehung erfolgt der Einstieg in die große Mehrheit der Berufe über eine schulische oder duale Ausbildung. Die Verdienstmöglichkeiten variieren je nach Position teils deutlich.
Jugend- und Heimerzieher erhalten in der Regel ein Gehalt zwischen 3.614 Euro und 4.604 Euro, mit einem Median von 4.091 Euro. Tariflich erfolgt die Eingruppierung ab S8a TVöD SuE, bei besonders anspruchsvollen oder schwierigen Tätigkeiten kann auch S8b erreicht werden.
Kinderdorfmütter verdienen monatlich zwischen 3.828 Euro und 4.731 Euro brutto, der Median liegt bei 4.256 Euro. Im öffentlichen Dienst werden sie meist nach TVöD SuE in die Gruppen S8a oder S8b eingruppiert. In S8a liegt das Gehalt zwischen 3.413 und 4.541 Euro, während S8b ein Spektrum von 3.481 Euro bis 5.049 Euro bietet.
Kinderbetreuer verdienen durchschnittlich 3.211 Euro bis 3.570 Euro brutto im Monat, der Median liegt bei 2.889 Euro. Häufig erfolgt die Beschäftigung ohne TVöD-Tarifbindung, was zu größeren Schwankungen in der Bezahlung führen kann.
Als Kinderpfleger liegt das monatliche Bruttogehalt in der Regel zwischen 2.350 Euro und 3.208 Euro, der Median beträgt 2.725 Euro. Bei tariflicher Anstellung im öffentlichen Dienst erfolgt die Zuordnung meist in S3 TVöD SuE, mit einem Verdienstspektrum von 3.034 Euro bis 3.744 Euro.
Pädagogische Ergänzungskräfte erzielen im Mittel ein Gehalt von 2.933 Euro monatlich. Sie werden in vielen kommunalen Einrichtungen den Gruppen S 2 bis S 4 zugeordnet, weil sie vor allem unterstützende Aufgaben übernehmen.
Arbeitserzieher verdienen monatlich zwischen 3.546 Euro und 4.497 Euro brutto, wobei der Median bei 3.977 Euro liegt. Im öffentlichen Dienst erfolgt die Eingruppierung in der Regel nach TVöD SuE in die Entgeltgruppe S7. Dort ist mit einem Gehalt zwischen 3.333 Euro und 4.404 Euro zu rechnen.
Ausführlichere Informationen zu den jeweiligen Gehältern gibt es hier:
- Gehalt Jugend- und Heimerzieher
- Gehalt Kinderdorfmutter
- Gehalt Kinderbetreuer
- Gehalt Kinderpfleger
- Gehalt Pädagogische Ergänzungskräfte
- Gehalt Arbeitserzieher
Gehalt in Erzieher-Berufen mit Studium
Erzieher-Berufe, denen ein Studium zugrunde liegt, weisen oft hohe Schnittmengen mit typischen Pädagogik-Berufen, wie der des Sozial- oder Sonderpädagogen auf. Der Weg zur Pädagogische Fachkraft kann entweder über eine Ausbildung oder ein Studium erfolgen. Pädagogische Fachkräfte verdienen im Mittel 3.433 Euro monatlich. Rein über ein Studium erfolgt der Zugang zu Berufen in der Kindheits-, Sonder- und Sozialpädagogik. Diese Berufe erzielen auch ein höheres Gehalt im direkten Vergleich.
Sozialpädagogen werden in der Regel in den TVöD SuE in die Entgeltgruppen S 11b oder S 12 eingruppiert. Bei privaten Trägern warten Gehälter von im Schnitt 4.681 Euro monatlich. Sonderpädagogen hingegen verdienen mit im Mittel 4.449 Euro monatlich im direkten Vergleich etwas weniger. Der mittlere Verdienst von Kindheitspädagogen liegt mit 3.625 Euro nochmal etwas tiefer.
Doch auch die Forschung und Wissenschaft im Bereich Erziehung ist entscheidend, um pädagogische Konzepte zu entwickeln, Bildungsprozesse zu evaluieren und die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen kontinuierlich zu verbessern. Das Gehalt von Erziehungswissenschaftlern liegt in der Regel bei 3.454 Euro pro Monat. Im öffentlichen Dienst im Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD SuE) werden sie meist in S9 bis S13 eingruppiert: In S9 liegt das Gehalt zwischen 3.549 Euro und 5.128 Euro, während S13 ein Gehalt von 3.869 Euro bis 5.324 Euro ermöglicht. Bei einer Anstellung an Hochschulen greift hingegen der Tarifvertrag der Länder (TV-L), meist in E13, mit einem Gehalt von 4.629 Euro bis 6.580 Euro.
Weitere Angaben zu den jeweiligen Gehältern findet man hier:
- Gehalt Erziehungswissenschaftler
- Gehalt Pädagogische Fachkraft
- Gehalt Kindheitspädagoge
- Gehalt Sonderpädagoge
- Gehalt Sozialpädagoge
Kindheitspädagoge/in Stellenangebote
Wie steigert man sein Gehalt in Erzieher-Berufen?
Für pädagogische Fachkräfte gibt es verschiedene Möglichkeiten, das eigene Einkommen zu erhöhen. Ein wichtiger Faktor ist die Weiterqualifizierung – etwa durch Zusatzfortbildungen, Spezialisierungen oder ein weiterführendes Studium, das die Eingruppierung in eine höhere Entgeltgruppe ermöglicht. Durch Berufserfahrung steigt man außerdem innerhalb der tariflichen Stufen auf, was automatisch zu regelmäßigen Gehaltszuwächsen führt.
Die größte Gehaltswirkung erzielen Weiterbildungen, die zu einer Leitungsfunktion führen. In Erzieherberufen ist hier vor allem die Kita-Leitung zu nennen. Kita-Leitungen verdienen im Schnitt 4.133 Euro monatlich. Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber des Gehalts eines Kinderbetreuers oder eines Kinderpflegers, welche ebenfalls in einer Kindertagesstätte beschäftigt sind.
Weitere Informationen zum Gehalt in Leitungsfunktionen findest Du hier:
Weitere Fortbildungsmöglichkeiten im Sozialwesen findest Du hier:
Weitere Gehälter kannst Du nach Berufsgruppe hier filtern:
Passende Jobs in Erzieher-Berufen
Passende Jobs im Berufsfeld Erziehung gibt es bei Sozial-Karriere. Hier gibt es Jobs als Erzieher, Stellenangebote als Pädagogische Fachkraft, Jugend- und Heimerzieher-Stellen und viele weitere.
Häufige Fragen
- Wie viel verdient man in der Erziehung?
- Ist Erzieher ein gut bezahlter Beruf?
Je nach Beruf, Qualifikation und Tarifvertrag liegt das Gehalt meist zwischen etwa 2.300 Euro für Assistenzberufe und über 4.500 Euro für Fachkräfte wie Erzieher oder Arbeitserzieher. Leitungspositionen und spezialisierte Tätigkeiten können noch deutlich höher vergütet werden.
Der Erzieherberuf ist solide und tarifgebunden bezahlt, vor allem im öffentlichen Dienst mit steigenden Gehältern durch Berufserfahrung und Verantwortung. Im Vergleich zu den hohen Anforderungen der Tätigkeit wird die Bezahlung jedoch häufig als verbesserungswürdig wahrgenommen.
- Öffentlicher-Dienst.info, “TVöD-SuE 2025”, https://oeffentlicher-dienst.info/... (Abrufdatum: 14.01.2026)
- Öffentlicher-Dienst.info, “TV-L 2025”, https://oeffentlicher-dienst.info/... (Abrufdatum: 14.01.2026)
- Oeffentlichen-Dienst.de, “TVöD-SuE Eingruppierung für Erzieher nach Tätigkeitsmerkmale”, https://www.oeffentlichen-dienst.de/... (Abrufdatum: 14.01.2026)









