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Die Unterstufe ist für viele Kinder der erste Schritt in die Welt der weiterführenden Schule. Sie markiert den Übergang von der Grundschule und bildet den Anfang der Sekundarstufe I. In dieser Phase geht es nicht nur um neue Fächer und Lernmethoden, sondern auch um das Einleben in eine neue schulische Umgebung und Gemeinschaft. Der Unterricht wird vielfältiger, die Anforderungen steigen langsam, und pädagogische Konzepte helfen dabei, diesen Wandel gut zu begleiten. Dieser Artikel erklärt, was die Unterstufe ausmacht, wie sie aufgebaut ist und welche Bedeutung sie für die Entwicklung junger Schüler hat.
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Was ist eine Unterstufe?
Die Unterstufe ist ein Teil der weiterführenden Schule und gehört zur Sekundarstufe I. Sie umfasst in der Regel die Klassenstufen 5 bis 7. In dieser Zeit wechseln die Schüler von der Grundschule an eine neue Schulform, zum Beispiel an ein Gymnasium. Deshalb ist die Unterstufe eine wichtige Einführungsphase, die die Schüler besonders begleitet und fördert. Viele Schulen bieten dafür eigene pädagogische Konzepte an, etwa spezielle Klassenleitungen, Projekte zum sozialen Lernen oder zusätzliche Förderangebote. Je nach Schulform und Bundesland kann die Gestaltung der Unterstufe unterschiedlich aussehen, doch überall geht es darum, den Übergang gut zu gestalten und die Kinder auf das weitere Lernen vorzubereiten.
Unterstufe – Hintergrund zur Thematik
Die weiterführende Schule ist in drei große Abschnitte gegliedert: Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe. Diese Einteilung hilft dabei, den Bildungsweg in klaren Etappen zu strukturieren und die Lerninhalte altersgerecht aufzubauen. Die genauen Klassenstufen können dabei je nach Bundesland variieren, in der Regel gelten folgende:
| Klassenstufen | |
| Unterstufe | 5. Klasse bis 7. Klasse |
| Mittelstufe | 8. Klasse bis 10. Klasse |
| Oberstufe | 11. Klasse bis 13. Klasse |
Unterstufe – Grundlagen
In der Unterstufe, die an manchen Gymnasien auch „Erprobungsstufe“ genannt wird, findet der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule statt. In dieser Phase werden die Schüler behutsam an neue Unterrichtsmethoden und das Arbeiten auf gymnasialem Niveau herangeführt. Um ihnen den Einstieg zu erleichtern, begleiten die Lehrkräfte sie besonders intensiv. Es gibt viele Maßnahmen zur Förderung der Klassengemeinschaft, wie etwa Projekttage oder gemeinsame Ausflüge. Auch an anderen weiterführenden Schulen steht das Ankommen im Mittelpunkt: Die Kinder lernen neue Lernmethoden kennen und wachsen in eine neue soziale Gemeinschaft hinein.
Unterstufe – Kompetenz
In der Unterstufe erweitern sich die Inhalte des Unterrichts im Vergleich zur Grundschule deutlich. Neben den Hauptfächern wie Deutsch und Mathematik kommen neue Fächer hinzu, etwa Geschichte und Geographie. Auch die Naturwissenschaften werden nun differenziert unterrichtet, meist getrennt in Physik, Biologie und Chemie. Dadurch gewinnen die Schüler Einblicke in verschiedene Denk- und Arbeitsweisen. Ergänzt wird der Stundenplan häufig durch handwerklich-künstlerischen Unterricht. Dabei können sie im Epochenunterricht verschiedene Mal- und Zeichentechniken erlernen oder sich im Werken, Nähen oder Musizieren ausprobieren, wie es zum Beispiel an Waldorfschulen üblich ist. Diese Vielfalt fördert nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch die Kreativität, Selbstständigkeit und das praktische Tun der Kinder. Viele Schulen setzen außerdem auf projektorientierten Unterricht, individuelle Förderung und ein erstes bewusstes Lernen in größeren Zusammenhängen.

Unterstufe – Ablauf
Der Unterricht in der Unterstufe beginnt in der Regel ab der 5. Klasse mit einer ersten Fremdsprache, meist Englisch. Je nach Schulform und Bundesland kann das Angebot leicht variieren. An Gymnasien kommt aber oft ab der 6. Klasse eine zweite Fremdsprache hinzu, die von den Schülern gewählt wird, zum Beispiel Französisch, Latein oder Spanisch. Der Fremdsprachenunterricht legt dabei besonderen Wert auf spielerisches Lernen, Hörverstehen und erste einfache Gespräche. So werden die Kinder frühzeitig an den Umgang mit anderen Sprachen herangeführt und entwickeln grundlegende kommunikative Fähigkeiten, die im weiteren Schulverlauf vertieft werden.
Unterstufe – Bedeutung für die Pädagogik
Die Unterstufe hat eine zentrale Bedeutung für die pädagogische Arbeit an weiterführenden Schulen. In dieser Phase werden die Schüler besonders intensiv gefördert, um ihnen den Übergang von der Grundschule zu erleichtern. Meistens werden sie von zwei festen Bezugspersonen begleitet – in der Regel Tutoren beziehungsweise Klassenlehrer. Diese stehen ihnen im Schulalltag zur Seite und führen regelmäßige Einheiten zur Organisation, zum Lernen und zur Klassengemeinschaft durch. Die Klassen sind oft kleiner und bestehen aus maximal 25 Schülern, was eine individuelle Betreuung ermöglicht. Zusätzlich stehen vielerorts Sonderpädagogen und Sozialpädagogen zur Verfügung, um gezielt auf die Bedürfnisse einzelner Kinder einzugehen. Ein umfassendes Betreuungsangebot am Nachmittag ergänzt das pädagogische Konzept und unterstützt sowohl das Lernen als auch das soziale Miteinander.
Unterstufe – Perspektive
Die Unterstufe legt den Grundstein für den weiteren Bildungsweg und schafft wichtige Voraussetzungen für die persönliche und schulische Entwicklung der Kinder. Sie ist nicht nur eine Zeit des Ankommens, sondern auch des Entdeckens und Ausprobierens. Viele Schulen betonen die Förderung von Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein bereits in diesen frühen Jahren. Gleichzeitig werden erste Weichen für spätere Lernwege gestellt – sei es durch die Wahl einer zweiten Fremdsprache, durch kreative oder naturwissenschaftliche Schwerpunkte oder durch gezielte Unterstützung. Die Unterstufe bietet also nicht nur Orientierung, sondern eröffnet auch Perspektiven: Sie hilft den Schülern, ihre Stärken zu erkennen, Interessen zu entwickeln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen.
Häufige Fragen
- Welche Klassen gehören zur Unterstufe?
- Wie alt ist man in der Unterstufe?
- Wie heißen die Stufen im Gymnasium?
- Was erwartet mein Kind in der 5. Klasse?
Zur Unterstufe gehören die Klassenstufen 5 bis 7.
Schüler der Unterstufe sind in der Regel etwa 10 bis 13 Jahre alt.
Im Gymnasium gliedert sich die Schulzeit meist in Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe.
In der 5. Klasse startet die Unterstufe mit neuen Fächern und Methoden, aber auch intensiver Begleitung. Ziel ist es, den Übergang von der Grundschule zu erleichtern und das Ankommen in der neuen Schule zu unterstützen.
- Brecht-Schule Hamburg, „Unterstufe Gymnasium“, https://www.brecht-schule.hamburg/schulformen/gymnasium/aufbau/unterstufe/ (letzter Zugriff am 28.07.2025).
- Bund der Freien Waldorfschulen, „Unterstufe“, https://www.waldorfschule.de/paedagogik/altersspezifischer-lehrplan/unterstufe (letzter Zugriff am 28.07.2025).
- DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache), „Unterstufe“, https://www.dwds.de/wb/Unterstufe (letzter Zugriff am 28.07.2025).
- Esther-Bejarano-Schule, „Unterricht in der Unterstufe“, https://www.esther-bejarano-schule.de/unterricht/unterstufe(letzter Zugriff am 28.07.2025).
- Gymnasium Oberalster, „Unterstufe“, https://www.gymnasium-oberalster.de/unterstufe/ (letzter Zugriff am 28.07.2025).
- Johannes-Schule Berlin, „Unterstufe“, https://johannes-schule-berlin.de/schule/unterstufe (letzter Zugriff am 28.07.2025).
- Privatschulenportal, „Unterstufe“, https://www.privatschulenportal.de/glossar/unterstufe (letzter Zugriff am 28.07.2025).
- Städtisches Gymnasium Olpe (SGO), „Die Erprobungsstufe am SGO“, https://gymnasium-olpe.de/schulleben/unterricht/unterstufe (letzter Zugriff am 28.07.2025).




