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Berufe mit Kindern erfordern ein besonderes Verantwortungsbewusstsein, bieten jedoch gleichzeitig die Chance, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten, zu fördern und zu stärken. Ob in der Betreuung, Bildung, Therapie oder im sozialen Bereich, Berufe mit Kindern sind vielseitig, sinnstiftend und gefragt. Sie erfordern dabei nicht nur Fachwissen, sondern auch Herz, Geduld und ein hohes Maß an Empathie. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über die verschiedenen Karrierewege, die Berufe mit Kindern zu bieten haben.
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Beliebte Berufe mit Kindern
Berufe mit Kindern bieten umfangreiche Möglichkeiten in verschiedenen Einrichtungen und Tätigkeitsfeldern zu arbeiten, darunter die Pädagogik, der soziale Bereich, die Entwicklungsförderung oder auch der medizinische Bereich. Zu den beliebtesten Berufen mit Kindern gehören:
- Erzieher
- Kinderpfleger
- Logopäde
- Sozialarbeiter
- Pflegefachkraft
Voraussetzungen
In Berufen mit Kindern sind je nach Tätigkeit verschiedene Voraussetzungen gefragt. Für die meisten ist entweder ein abgeschlossenes Studium, zum Beispiel in Sozialer Arbeit, oder eine abgeschlossene duale oder schulische Ausbildung, beispielsweise zum Erzieher oder Kinderpfleger, erforderlich. Auch bestimmte Weiterbildungen und Praktika sind oft von Vorteil. In vielen Fällen sind außerdem Erste-Hilfe-Kurse oder erweiterte Führungszeugnisse gefragt.
Gefragte Soft Skills in Berufen mit Kindern sind vor allem Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und eine hohe Belastbarkeit. Diese sind wichtig, um auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können. Auch Geduld, Sensibilität und Sorgfalt spielen im Umgang mit jungen Menschen eine große Rolle. Zusätzlich relevant für den Arbeitsalltag:
- Offenheit
- Stressresistenz
- Gutes Organisationstalent
- Professioneller Umgang mit herausfordernden Situationen
Berufe mit Kindern – Pädagogik
Im pädagogischen Bereich gibt es eine Vielzahl an Berufen mit Kindern und Jugendlichen, die oft darauf ausgelegt sind, Kinder in ihrer körperlichen, geistigen, emotionalen und sozialen Entwicklung zu fördern.
Einer der beliebtesten Berufe ist der des Erziehers, dessen Ausbildung in der Regel zwei bis vier Jahre dauert und schulisch mit begleitenden Praktika stattfindet. Erzieher sind für die Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern verantwortlich, insbesondere im vorschulischen Bereich in Kitas oder Kindergärten. Zu ihren Aufgaben gehören das Erstellen von Erziehungsplänen, die Anwendung altersgerechter pädagogischer Methoden sowie die enge Zusammenarbeit mit Eltern und Fachkräften aus Psychologie, Therapie und Medizin.
Heilpädagogen widmen sich Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Sie übernehmen spezialisierte Förderung, führen präventive Maßnahmen durch und begleiten Familien durch Beratung. Zusätzlich sind sie oft in der Freizeitpädagogik aktiv und entwickeln individuelle Förderpläne.
Der Beruf des Sozialpädagogen basiert in der Regel auf einem Studium der Sozialen Arbeit. Die Fachkräfte verbinden pädagogische Konzepte mit therapeutischen Ansätzen und übernehmen die Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Lebenslagen. Sie gestalten Freizeit- und erlebnispädagogische Angebote, planen kreative Prozesse und arbeiten unter Anderem in Jugendfreizeiteinrichtungen, der stationären Jugendhilfe oder der ambulanten Familienhilfe.
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Berufe mit Kindern – Entwicklung und Förderung
Neben der klassischen Pädagogik spielen auch therapeutische und unterstützende Berufe eine wichtige Rolle im Umgang mit Kindern. Hierzu gehören unter anderem Logopäden. Sie haben in der Regel ein Studium absolviert und beschäftigen sich mit der Sprachtherapie. Zu ihrer Arbeit gehören das Durchführen von Diagnostiken bei Sprach- oder Sprechstörungen sowie das Erstellen individueller Behandlungspläne. Sie arbeiten dabei eng mit Pädagogen, Kinderärzten und Psychologen zusammen. Ihr Ziel ist es, die Kommunikationsfähigkeiten von Kindern zu verbessern.
Motopäden hingegen haben eine berufliche Weiterbildung absolviert und arbeiten mit motodiagnostischen Verfahren. Darin geht es um körperlich-funktionale, soziale oder verhaltensbezogene Aspekte. Die motopädischen Angebote kombinieren Elemente unter Anderem aus der Neuro- und Sportmotorik, sowie Entspannungsmethoden. Einsatzorte können Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen oder Kitas sein.
Schulbegleiter unterstützen Kinder und Jugendliche mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen im schulischen Alltag. Sie helfen bei der Integration in den Klassenverband, fördern die Selbstständigkeit der Kinder und ermöglichen eine aktive Teilnahme am Unterrichtsgeschehen.
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Berufe mit Kindern – Kleinkinder
Die Arbeit in Berufen mit Kleinkindern erfordert besonders viel Einfühlungsvermögen, Geduld und fundiertes Fachwissen. Elementarpädagogen sind hierbei auf Kinder im Vorschulalter spezialisiert. Sie entwickeln pädagogische Konzepte, erkennen Entwicklungsverzögerungen oder -störungen frühzeitig und fördern Kinder individuell. Ihr Einsatzbereich liegt vor allem in Kindergärten und Kitas. Für die Tätigkeit muss dabei zunächst ein Studium absolviert werden.
Auch Kindheitspädagogen verfügen über einen Studienabschluss und begleiten Kinder in ihrer frühkindlichen Entwicklung. Sie unterstützen Eltern in Bildungs- und Erziehungsfragen, bieten pädagogische Förderung, leisten Beobachtungs- und Beratungsarbeit und tragen zur sozialen Integration der Kinder bei. Zudem übernehmen sie Aufgaben in der Organisation und Verwaltung innerhalb der Betreuungseinrichtungen.
Kinderpfleger, als weiter Berufsgruppe in diesem Kontext, durchlaufen eine zweijährige schulische Ausbildung und arbeiten eng mit Erziehern zusammen. Sie begleiten Kinder in ihrer Entwicklung, achten auf Ernährung und Gesundheit und sammeln bereits während der Ausbildung viel Praxiserfahrung. Zusammen mit den Erziehern leisten sie einen wichtigen Beitrag zur täglichen Betreuung in Krippen und Kitas.
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Berufe mit Kindern – Schulkinder und Jugendliche
In Berufen mit Kindern bezogen auf Schulkinder und Jugendliche stehen die Wissensvermittlung, die individuelle Förderung sowie die Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen im Vordergrund.
Lehrer absolvieren ein Lehramtsstudium und unterrichten Kinder und Jugendliche in verschiedenen Schulfächern. Neben dem Unterricht gehören auch Vor- und Nachbearbeitungen sowie das Organisieren von Exkursionen und Klassenfahrten zum Berufsalltag.
Schulpsychologen verfügen über ein Psychologiestudium mit Zusatzqualifikationen im schulischen Bereich. Sie setzen sich für die psychische Gesundheit und Entwicklung von Schülern ein. Ihr Arbeitsfeld umfasst sowohl präventive als auch intervenierende Maßnahmen, etwa bei Lern- und Verhaltensproblemen oder bei akuten Krisen. Sie beraten Schüler, Lehrer und Eltern, erstellen Diagnosen und entwickeln individuelle Förderkonzepte. Zudem führen sie Schulungen und Weiterbildungen durch, um Lehrkräfte in Lernpsychologie, Konfliktbewältigung und der Förderung sozialer Kompetenzen zu unterstützen.
Sozialarbeiter in der Kinder- und Jugendhilfe haben in der Regel ein Studium der Sozialen Arbeit abgeschlossen. Sie begleiten und beraten Jugendliche, Eltern und Familien in schwierigen Lebenssituationen und helfen bei der Problembewältigung. Einsatzorte sind zum Beispiel das Jugendamt, Beratungsstellen oder Einrichtungen der ambulanten Familienhilfe.
Berufe mit Kindern – Gehalt
Das Gehalt in Berufen mit Kindern variiert stark je nach Ausbildung und Tätigkeitsbereich, wobei höhere Bildungsabschlüsse oft auch zu einem höheren Gehalt führen. Zum Beispiel verdienen Erzieher nach ihrer schulischen Ausbildung zwischen 3.614 Euro und 4.604 Euro monatlich, also zwischen 43.368 Euro und 55.248 Euro jährlich. Das Mediangehalt liegt bei 4.091 Euro monatlich, was jährlich rund 49.092 Euro entspricht.
Mit einem Studium der Sozialen Arbeit und der Tätigkeit als Sozialpädagoge kann das Gehalt zwischen 4.036 Euro und 5.409 Euro monatlich liegen, also zwischen 48.432 Euro und 64.908 Euro jährlich. Das Mediangehalt liegt hier bei rund 4.705 Euro monatlich bzw. 56.460 Euro jährlich.
Das Gehalt von Lehrern an Gymnasien schwankt in Abhängigkeit davon, ob sie verbeamtet oder angestellt sind. Der Verdienst liegt hier laut Entgeltatlas zwischen 4.439 Euro und 6.422 Euro monatlich verdienen. Mit einem möglichen Jahresgehalt zwischen 53.268 Euro und 77.064 Euro jährlich erhalten sie im Vergleich zu den vorab genannten Berufen somit vergleichsweise mehr Gehalt. Das Mediangehalt der Lehrkräfte liegt bei 5.453 Euro und somit 65.436 Euro jährlich.
Passende Jobs mit Kindern
Passende Jobs gibt es bei Sozial-Karriere. Hier gibt es Jobs als Erzieher, Stellen als Sozialpädagoge oder auch Jobangebote als Fachlehrer.
- Entgelt für den Beruf: Erzieher/in, https://web.arbeitsagentur.de/... (Abrufdatum: 22.08.2025)
- Entgelt für den Beruf: Sozialarbeiter/in / Sozialpädagoge/-pädagogin, https://web.arbeitsagentur.de/... (Abrufdatum: 22.08.2025)
- Entgelt für den Beruf: Lehrer/in – Gymnasien, https://web.arbeitsagentur.de/... (Abrufdatum: 22.08.2025)








