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Sozial-Karriere Magazin Grundsicherungsgeld

Grundsicherungsgeld: Das musst Du jetzt wissen

Grundsicherungsgeld: Das musst Du jetzt wissen

Inhaltsverzeichnis

  1. Vom Bürgergeld zur Grundsicherung
  2. Rechtlicher Hintergrund
  3. Überblick über konkrete Änderungen
  4. Vergleich: Bürgergeld vs. Grundsicherung
  5. Änderungen für Fachkräfte im Sozialwesen
  6. Checkliste

Seit dem 01. Juli 2026 ersetzt die Grundsicherung das bislang geltende Bürgergeld. Der Bundestag hatte diese Reform der Grundsicherung für Arbeitssuchende bereits am 05. März 2026 beschlossen. Nun gilt: Förder- und Mitwirkungspflichten sind klarer geregelt, Sanktionen werden konsequenter umgesetzt. Für Fachkräfte in Jocentern und Beratungsstellen steigen die Beratungs-, Dokumentations- und Prüfpflichten deutlich. Im Folgenden wird dargestellt, welche inhaltlichen Änderungen die neue Grundsicherung mit sich bringt, auf welchen rechtlichen Grundlagen sie basiert und welche praktischen Folgen sich daraus für Fachkräfte im Sozialwesen sowie für die betroffenen Leistungsberechtigten ergeben.

Das Wichtigste zum Grundsicherungsgeld in Kürze

  • Das Grundsicherungsgeld hat das Bürgergeld zum 1. Juli 2026 abgelöst.
  • Bei Pflichtverletzungen kann der Regelbedarf unmittelbar um 30 Prozent für drei Monate gemindert werden.
  • Erziehende können ab dem vollendeten 14. Lebensmonat des Kindes einbezogen werden, sofern die Kinderbetreuung gesichert ist.
  • Die Karenzzeit für Vermögen entfällt. Das Schonvermögen ist nun nach dem Lebensalter gestaffelt.
  • Der Kooperationsplan bleibt rechtlich unverbindlich. Pflichten können jedoch durch Verwaltungsakt verbindlich festgelegt werden.
  • Das Grundsicherungsgeld nach SGB II ist von der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach SGB XII zu unterscheiden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Vom Bürgergeld zur Grundsicherung
  2. Rechtlicher Hintergrund
  3. Überblick über konkrete Änderungen
  4. Vergleich: Bürgergeld vs. Grundsicherung
  5. Änderungen für Fachkräfte im Sozialwesen
  6. Checkliste

Vom Bürgergeld zur Grundsicherung

Bevor das Bürgergeld 2023 eingeführt wurde, erhielten erwerbsfähige Leistungsberechtigte Arbeitslosengeld II. Nicht erwerbsfähige Mitglieder einer SGB-II-Bedarfsgemeinschaft, beispielsweise Kinder, erhielten Sozialgeld. Menschen nach Erreichen der Altersgrenze fielen dagegen grundsätzlich nicht unter das SGB II. Für sie kam bei Bedürftigkeit insbesondere die Grundsicherung im Alter nach dem SGB XII infrage. Dieses alte System wurde oft kritisiert, weil die Leistungen zu niedrig waren und Erhöhungen meist verspätet erfolgten.

Mit der Einführung des Bürgergelds wurde das Sozialsystem reformiert: Die Leistungen wurden an die erwartete Inflation angepasst, Bezieher erhielten mehr Freiheit und das System setzte stärker auf gegenseitiges Vertrauen. Dennoch war das Bürgergeld umstritten.

Am 05.03.2026 wurde im Bundestag die Reform beschlossen. 320 Abgeordnete stimmten für den Gesetzentwurf, 268 dagegen, zwei enthielten sich. Mit der neuen Grundsicherung sollen Sozialleistungen gerechter und treffsicherer werden. Es gilt der Grundsatz des Forderns und Förderns: Menschen, die Hilfe brauchen, sollen sich weiterhin auf Unterstützung verlassen können. Wer aber arbeiten kann, muss aktiv daran mitwirken, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.

Fakten zur neuen Grundsicherung auf einen Blick

  • Name der Geldleistung: Grundsicherungsgeld
  • Gültig seit: 01.07.2026
  • Grundlage: Anpassung des SGB II
  • Ziel: Treffsichere soziale Sicherung mit schärferen Mitwirkungspflichten und stärkeren Sanktionen für Verweigerer
  • Leistungshöhe: Zu Beginn unveränderte Regelsätze wie beim Bürgergeld

Grundsicherung – Rechtlicher Hintergrund

Die rechtliche Grundlage für das Bürgergeld und die neue Grundsicherung bildet das Sozialgesetzbuch II (SGB II). Wichtige Änderungen wurden durch das Dreizehnte Gesetz zur Änderung des SGB II eingeführt. Ziel dieser Regelungen ist es, das Prinzip des „Förderns und Forderns“ stärker umzusetzen, Sanktionen konsequenter anzuwenden und die Arbeitsvermittlung zu verbessern. Nach § 2 SGB II sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte verpflichtet, ihre Arbeitskraft im „maximal zumutbaren Umfang“ einzusetzen, um ihren Lebensunterhalt selbst zu sichern.

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Grundsicherung – Überblick über konkrete Änderungen

Mit der Reform wurde die Geldleistung Bürgergeld in Grundsicherungsgeld umbenannt. Der Antrag ist weiterhin beim Jobcenter zu stellen. Wer bereits Bürgergeld bezogen hat, musste keinen neuen Antrag stellen. Endet der Bewilligungszeitraum, ist jedoch weiterhin ein Weiterbewilligungsantrag erforderlich.

Zentrales Prinzip ist der Vermittlungsvorrang: Zunächst wird geprüft, ob eine unmittelbare Arbeitsaufnahme möglich ist. Ist dies nicht der Fall, werden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, insbesondere für Leistungsberechtigte unter 30 Jahren.

Mitwirkungspflicht und Zumutbarkeit

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind verpflichtet, ihre Arbeitskraft im individuell zumutbaren Umfang einzusetzen. Dies umfasst insbesondere die aktive Arbeitssuche, die Erfüllung vereinbarter Bewerbungsbemühungen, sowie die Teilnahme an Eingliederungs-, Qualifizierungs- oder Fördermaßnahmen. Wer ohne wichtigen Grund eine zumutbare Arbeit oder Maßnahme ablehnt, muss grundsätzlich mit einer Minderung des Regelbedarfs um 30 Prozent für drei Monate rechnen. Eine Minderung unterbleibt, wenn ein wichtiger Grund oder eine außergewöhnliche Härte vorliegt.

Regelungen für Eltern mit kleinen Kindern

Eltern können künftig ab dem vollendeten 14. Lebensmonat ihres Kindes zur Arbeitsaufnahme oder zur Teilnahme an Eingliederungsmaßnahmen herangezogen werden. Das Heranziehen bedeutet in der Praxis jedoch nicht automatisch die sofortige Verpflichtung zu einer Vollzeittätigkeit. Vielmehr erhalten die Jobcenter die Möglichkeit, Eltern schrittweise in arbeitsmarktbezogene Aktivitäten einzubinden. Dies kann beispielsweise die Aufforderung zur aktiven Arbeitssuche, die Teilnahme an Beratungsgesprächen, eine stufenweise Rückkehr in den Beruf oder die Teilnahme an geeigneten Eingliederungsmaßnahmen umfassen.

Voraussetzung ist jedoch, dass keine Hinderungsgründe bestehen. Dazu zählen unter anderem eine fehlende oder unzumutbare Kinderbetreuung, gesundheitliche Einschränkungen oder eine bestehende Beschäftigung, in die nach der Elternzeit zurückgekehrt wird. Die Jobcenter müssen jeweils prüfen, ob und in welchem Umfang eine Erwerbstätigkeit oder Maßnahme realistisch und zumutbar ist.

Besondere Unterstützungsbedarfe

Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sollen gezielter unterstützt werden. Die Jobcenter sollen gesundheitliche Vermittlungshemmnisse frühzeitig erkennen und auf Leistungen anderer Träger, etwa Präventions-, Gesundheits- oder Rehabilitationsleistungen, hinweisen. Jugendliche und junge Erwachsene in komplexen Lebenslagen sollen umfassender begleitet werden. Ein Teil der ergänzenden Änderungen im SGB III, darunter neue Unterstützungsangebote für junge Menschen, tritt allerdings erst zum 1. August 2027 in Kraft.

Der Kooperationsplan

Ein zentrales Instrument der neuen Grundsicherung ist der Kooperationsplan. In diesem werden Angebote zur Beratung, Unterstützung und Vermittlung sowie die vorgesehenen Schritte des Integrationsprozesses festgehalten. Der Kooperationsplan selbst ist rechtlich nicht verbindlich. Werden die darin festgehaltenen Schritte nicht eingehalten, kann das Jobcenter die Mitwirkung durch einen Verwaltungsakt mit Rechtsfolgenbelehrung verbindlich einfordern. Das bisherige Schlichtungsverfahren entfällt.

Bildungsgutscheine ermöglichen geförderte Umschulungen oder Weiterbildungen bei bis zu 100  Prozent Kostenübernahme. Zusätzlich können bis zu 2.500 Euro Weiterbildungsprämie und bsi zu 150 Euro Weiterbildungsgeld pro Monat gezahlt werden.

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Pflichtverletzungen und Kürzung von Geldleistungen

Bei Pflichtverletzungen kann der maßgebende Regelbedarf grundsätzlich um 30 Prozent für drei Monate gemindert werden. Als Pflichtverletzungen gelten beispielsweise der Abbruch einer verbindlich zugewiesenen Maßnahme oder die Ablehnung einer zumutbaren Arbeit ohne wichtigen Grund.

Bei einer regulären Pflichtverletzung wird grundsätzlich der Regelbedarf der Person gemindert, die die Pflicht verletzt hat. Die Bedarfe für Unterkunft und Heizung sowie die Regelbedarfe anderer Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft werden dadurch nicht automatisch gekürzt. Vor einer Minderung muss die betroffene Person angehört werden. Liegt ein wichtiger Grund oder eine außergewöhnliche Härte vor, darf keine Minderung erfolgen.

Meldeversäumnisse und gestaffelte Sanktionen

Meldeversäumnisse beim Jobcenter werden künftig gestaffelt sanktioniert. Beim ersten versäumten Termin erfolgt keine Leistungskürzung. Beim zweiten Meldeversäumnis werden die Geldleistungen für einen Monat um 30 Prozent reduziert. Werden drei aufeinanderfolgende Termine ohne wichtigen Grund versäumt, wird ein gestuftes Verfahren eingeleitet. Zunächst wird der Regelbedarf nicht erbracht, während insbesondere die Unterkunftskosten noch für einen weiteren Monat übernommen werden. Weist die betroffene Person ihre Erreichbarkeit nicht nach, kann anschließend der gesamte Leistungsanspruch einschließlich der Unterkunftskosten entfallen.

Änderungen bei Vermögen und Unterkunftskosten

Mit der Reform wird zudem die bislang geltende Karenzzeit beim Vermögen abgeschafft. Das vorhandene Vermögen wird deshalb bereits zu Beginn des Leistungsbezugs geprüft. Das Schonvermögen beträgt:

  • unter 30 Jahren: 5.000 Euro
  • von 30 bis 39 Jahren: 10.000 Euro
  • von 40 bis 49 Jahren: 12.500 Euro
  • ab 50 Jahren: 20.000 Euro

Bei den Unterkunftskosten bleibt die einjährige Karenzzeit grundsätzlich bestehen. Während dieser Zeit werden die anerkannten Unterkunftskosten auf das Eineinhalbfache der örtlichen Angemessenheitsgrenze begrenzt. Für besondere Härtefälle, insbesondere bei Bedarfsgemeinschaften mit Kindern, gelten Ausnahmen.

Vergleich: Bürgergeld vs. Grundsicherung

Im Folgenden werden die zentralen Änderungen zwischen dem Bürgergeld und der Grundsicherung kurz dargestellt:

Bereich Bürgergeld Grundsicherungsgeld seit Juli 2026
Name Bürgergeld Grundsicherungsgeld
Regelbedarf 563 Euro für Alleinstehende und Alleinerziehende Zum Start unverändert
Pflichtverletzungen Gestaffelte Minderung um 10, 20 oder 30 Prozent Grundsätzlich 30 Prozent des Regelbedarfs für drei Monate
Meldeversäumnisse Zehn Prozent des Regelbedarfs für einen Monat Ab dem zweiten Meldeversäumnis 30 Prozent für einen Monat; bei drei aufeinanderfolgenden Versäumnissen gestuftes Verfahren wegen Nichterreichbarkeit
Vermittlung Nachhaltige Eingliederung und Qualifizierung stärker gewichtet Vermittlungsvorrang, sofern Weiterbildung oder Qualifizierung nicht erfolgversprechender ist
Vermögen Einjährige Karenzzeit, danach grundsätzlich 15.000 Euro pro Person Keine Vermögenskarenz; altersabhängige Freibeträge zwischen 5.000 und 20.000 Euro
Unterkunftskosten Tatsächliche Unterkunftskosten während der Karenzzeit Begrenzung auf das 1,5-Fache der örtlichen Angemessenheitsgrenze während der Karenzzeit
Kooperationsplan Rechtlich unverbindlich, mit Schlichtungsverfahren Weiterhin unverbindlich; verbindliche Aufforderung per Verwaltungsakt möglich, Schlichtungsverfahren entfällt

Was bedeuten die Änderungen für Fachkräfte im Sozialwesen?

Vor allem Fachkräfte in Jobcentern müssen die neuen SGB-II-Regelungen kennen. Mitarbeiter in Sozialberatungsstellen sollten sie ebenfalls berücksichtigen, wenn sie Leistungsberechtigte beraten. Sozialämter bleiben dagegen für Leistungen nach dem SGB XII zuständig, darunter die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dokumentation, Prüfung und Kommunikation im Berufsalltag. Fachkräfte müssen künftig verstärkt erklären, welche Pflichten auf ihre Leistungsbezieher zukommen und wie Sanktionen angewendet werden können. Außerdem steigt der Dokumentationsaufwand, um die Vermittlungsbemühungen der Jobcenter-Mitarbeiter nachvollziehbar festzuhalten.

Wer ist für was zuständig?

Der Antrag für die Grundsicherung muss beim Jobcenter gestellt werden. Dort sind Arbeitsvermittler die persönlichen Ansprechpartner für Leistungsbezieher. Sie beraten zu den Themen Jobsuche, Weiterbildung und Wiedereingliederung. Für die Berechnung und Auszahlung der Grundsicherung sind Leistungssachbearbeiter zuständig. Im Alter oder bei Erwerbsminderung übernimmt das Sozialamt die Grundsicherung.

Was müssen Fachkräfte unbedingt wissen?

Die Mitwirkungspflichten der Leistungsbezieher werden verbindlicher, wodurch Termine und kooperative Maßnahmen enorm an Bedeutung gewinnen. Fachkräfte müssen mögliche Leistungsminderungen rechtssicher prüfen, Betroffene anhören und die Entscheidung nachvollziehbar dokumentieren. Zudem wird die Bedarfs- und Vermögensprüfung strenger, sodass präzises Prüfen und kompetente Beratung zu den Kernaufgaben der Arbeitsvermittler gehören.

Umgang mit Leistungsbeziehern – Praxis-Tipps

Jobcenter-Mitarbeiter sollten Leistungsempfänger dazu motivieren, mehr Kontrolle über ihr eigenes Leben zu gewinnen, eigene Entscheidungen zu treffen und aktiv ihre Lebenssituation zu verbessern. Gleichzeitig müssen sie frühzeitig über die Folgen von Nichterscheinen oder fehlender Kooperation aufklären, damit die Leistungsbezieher die Konsequenzen verstehen. Schließlich ist eine sorgfältige Erstellung von Kooperationsplänen zentral, um die Zusammenarbeit effektiv zu gestalten.

Best Practice Beispiele im Berufsalltag

  • Kooperationsplan aktiv mitgestalten: Ein Klient entscheidet gemeinsam mit der Fachkraft, welche Maßnahmen zur Qualifizierung oder Arbeitsvermittlung passend sind, anstatt dass die Maßnahmen einseitig durch den Arbeitsvermittler festgelegt werden.
  • Bewerbungsstrategie entwickeln: Leistungsberechtigte lernen, wie sie gezielt Stellen auswählen, Bewerbungen schreiben und Vorstellungsgespräche vorbereiten.
  • Umgang mit Finanzen: Schulungen zu Haushaltsplanung, Umgang mit Mietkosten und staatlichen Leistungen fördern die Selbstständigkeit der Leistungsbezieher.

Grundsicherung – Checkliste für Fachkräfte im Sozialwesen

Die Reform der Grundsicherung ab 2026 bringt zahlreiche Neuerungen. Für Fachkräfte in Jobcentern und Sozialämtern, insbesondere für Arbeitsvermittler, ist es essentiell, die zentralen Änderungen zu kennen und ihre Beratung entsprechend anzupassen, um ihre Klienten kompetent zu betreuen und die neuen Vorgaben umzusetzen.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Mitwirkungspflichten klären: Leistungsbezieher frühzeitig über Termine, Pflichten und Sanktionen informieren.
  • Sanktionen transparent kommunizieren: Folgen von Nichterscheinen oder fehlender Kooperation verständlich erläutern.
  • Kooperationsplan sorgfältig erstellen: Individuelle Maßnahmen, Beratung und Unterstützung dokumentieren.
  • Dokumentationspflichten beachten: Alle Mitwirkungs- und Vermittlungsbemühungen lückenlos festhalten.
  • Bedarfs- und Vermögensprüfung präzise durchführen: Schonvermögen, Wohnkosten und weitere Anspruchsvoraussetzungen genau prüfen.
  • Förder- und Qualifizierungsangebote kennen: Insbesondere für unter 30-Jährige geeignete Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vermitteln.
  • Klienten motivieren: Fokus auf Eigeninitiative legen.
  • Gesundheitliche Einschränkungen berücksichtigen: Unterstützungsangebote gezielt auf individuelle Bedürfnisse abstimmen.
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Häufige Fragen zum Grundsicherungsgeld

  1. Was ist das Grundsicherungsgeld?
  2. Das Grundsicherungsgeld ist seit dem 1. Juli 2026 die Geldleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II. Es hat das Bürgergeld abgelöst und richtet sich an erwerbsfähige hilfebedürftige Menschen sowie bestimmte nicht erwerbsfähige Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft.

  3. Kann das Grundsicherungsgeld vollständig entfallen?
  4. Bei gewöhnlichen Pflichtverletzungen wird grundsätzlich nur der Regelbedarf um 30 Prozent gemindert. Ein vollständiger Wegfall kann unter engen Voraussetzungen eintreten, etwa wenn eine Person nach drei aufeinanderfolgenden Meldeversäumnissen als nicht erreichbar gilt. Zuvor sind eine Anhörung und ein gestuftes Verfahren vorgesehen.

  5. Darf man trotz Grundsicherungsgeld arbeiten?
  6. Ja. Grundsicherungsgeld kann auch ergänzend zu einem Erwerbseinkommen gezahlt werden, wenn dieses nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt der Bedarfsgemeinschaft zu decken. Das Einkommen muss dem Jobcenter mitgeteilt werden und wird nach Abzug der geltenden Freibeträge angerechnet.

  7. Wie viel darf man beim Grundsicherungsgeld hinzuverdienen?
  8. Die Höhe des anrechnungsfreien Erwerbseinkommens richtet sich vor allem nach dem Bruttoeinkommen. Grundsätzlich bleiben zunächst 100 Euro monatlich anrechnungsfrei. Für darüberliegende Einkommensanteile gelten weitere prozentuale Freibeträge. Die genaue Berechnung hängt unter anderem von der Einkommenshöhe und davon ab, ob ein minderjähriges Kind zur Bedarfsgemeinschaft gehört.

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Quellen
  1. Bundesregierung, “Neue Grundsicherung löst Bürgergeld ab”, https://www.bundesregierung.de/... (Abrufdatum: 10.09.2026)
  2. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, “FAQ – Gesetz zur Umgestaltung der Grundsicherung für Arbeitsuchende”, https://www.bmas.de/... (Abrufdatum: 10.09.2026)
  3. Deutscher Bundestag, “Umgestaltung des Bürgergelds zur Grundsicherung beschlossen”, https://www.bundestag.de/... (Abrufdatum: 10.09.2026)
  4. Bundesjustizministerium, “SGB II”, https://www.gesetze-im-internet.de/... (Abrufdatum: 10.09.2026)
  5. Bundesagentur für Arbeit, “Grundsicherung löst Bürgergeld ab”, https://www.arbeitsagentur.de/... (Abrufdatum: 10.09.2026)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Florentina Blakaj
Florentina Blakaj
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 23.10.2026

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