Aufgrund des demografischen Wandels ist die Altenpflege ein enorm wichtiger Tätigkeitsbereich. Altenpfleger begleiten Menschen im hohen Alter, unterstützen bei Alltagsaufgaben, leisten medizinische Pflege und sichern so die Lebensqualität. Obwohl die Tätigkeit oft anspruchsvoll ist, kann sie sehr erfüllend sein. Wer sich für diesen Beruf interessiert, findet den Einstieg über die generalistische Pflegeausbildung. Wichtige Informationen zur Altenpfleger Ausbildung, den Arbeitsalltag, Gehaltsdetails und Karrieremöglichkeiten erläutert dieser Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
Altenpfleger begleiten ältere Menschen im Alltag, unterstützen sie pflegerisch und medizinisch und übernehmen zugleich wichtige organisatorische Aufgaben. Wer Altenpfleger werden möchte, absolviert in der Regel eine dreijährige Ausbildung in Vollzeit oder eine längere Teilzeitausbildung. Das Gehalt als Altenpfleger hängt vor allem vom Arbeitgeber, der Region und der Berufserfahrung ab. Der Beruf eignet sich für Menschen, die Verantwortung übernehmen, empathisch handeln und gern nah mit pflegebedürftigen Menschen arbeiten möchten.
Was macht ein Altenpfleger?
Altenpfleger pflegen, betreuen und beraten hilfsbedürftige ältere Menschen, sei es in der häuslichen Pflege oder in einer Pflegeeinrichtung. Sie unterstützen ältere Menschen bei alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege, Essen oder Ankleiden. Zusätzlich führen sie Gespräche mit den Senioren, motivieren sie zu Freizeitaktivitäten und begleiten sie bei Behördengängen oder Arztbesuchen.
In der ambulanten Pflege arbeiten die Fachkräfte eng mit Angehörigen zusammen, unterweisen sie in Pflegetechniken und übernehmen therapeutische wie medizinisch-pflegerische Aufgaben, wie etwa das Wechseln von Verbänden oder das Verabreichen von Medikamenten. Zudem übernehmen sie organisatorische Aufgaben wie die Pflegebedarfsermittlung, die Planung, Koordination und Dokumentation von Pflegemaßnahmen und tragen zur Qualitätssicherung und Verwaltung des Arzneimittelbestands bei.
Wie läuft die Altenpfleger Ausbildung ab?
Seit Januar 2020 erfolgt die Ausbildung zum Altenpfleger über die generalistische Pflegeausbildung. Diese umfasst die bisherige Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und Altenpfleger. Wer sich im dritten Jahr nicht für eine Spezialisierung entscheidet, schließt die Ausbildung als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau ab. Die Ausbildung erfolgt im dualen Bildungsmodell, wobei sich praktische Lehrphasen in der Pflegeeinrichtung mit theoretischem Unterricht in der Pflegefachschule abwechseln.

Zugangsvoraussetzungen
Für die generalistische Pflegeausbildung und den Beruf Altenpfleger ist ein mittlerer Bildungsabschluss erforderlich. Zudem müssen Interessenten über eine erfolgreich abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung oder die Erlaubnis als Altenpflegehelfer oder Krankenpflegehelfer verfügen. Ein mehrwöchiges Praktikum in der Pflege ist oft ein Pluspunkt bei der Bewerbung und manchmal sogar Voraussetzung.
Dauer und Aufbau der Altenpfleger Ausbildung
Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre, in Teilzeit bis zu fünf Jahre. Sie wird in einer Pflegefachschule und beim Arbeitgeber absolviert. Der Betrieb kann ein Krankenhaus, Alten- und Pflegeheim oder ein ambulanter Pflegedienst sein. Auch Begleitungen zu Fachärzten oder Einkäufen gehören zur Ausbildung.
In mindestens 2.100 Stunden lernen die Auszubildenden in der Schule die notwendigen Aufgaben und Konzepte der Altenpflege, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen, sowie praktische Übungen. Die praktische Ausbildung umfasst mindestens 2.000 Stunden in der Altenpflegeeinrichtung, wo die Auszubildenden unter Anleitung erfahrene Pflegekräfte unterstützen.
Inhalt der Altenpfleger Ausbildung
Die Ausbildung umfasst folgende grundlegende Inhalte:
- Alten- und Krankenpflege, sowie spezielle Pflege bei Demenz
- Krankheitslehre
- Pflegeplanung und Dokumentation
- Gesprächsführung
- Aktivierung und Beschäftigung pflegebedürftiger Menschen
- Rechtliche Rahmenbedingungen und theoretische Berufskunde
Die Praxisphasen umfassen bei vielen Einrichtungen etwa 2.000 bis 2.500 Stunden. Die genaue Aufteilung zeigt die folgende Tabelle:
| Praxisphase | Stundenumfang |
| Orientierungseinsatz | 400 Stunden |
| Pflichteinsätze in allgemeinen Versorgungsbereichen | 1.200 Stunden |
| Pflichteinsatz in der pädiatrischen Versorgung | 120 Stunden |
| Pflichteinsatz in der psychiatrischen Versorgung | 120 Stunden |
| Vertiefungseinsatz | 500 Stunden |
| Weitere Einsätze | 160 Stunden |
| Gesamt | 2.500 Stunden |
Die Ausbildung endet mit einer dreiteiligen staatlichen Abschlussprüfung: schriftlich, mündlich und praktisch. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Absolventen ein bundesweit anerkanntes Ausbildungszeugnis und dürfen nach Erlaubnis des zuständigen Regierungspräsidiums den Beruf ausüben.
Passt die Ausbildung zu mir?
Wichtige persönliche Eigenschaften für den Beruf sind Empathie, Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und psychische Stabilität, da die Pflege von kranken und alten Menschen emotional belastend sein kann. Ruhe und Geduld sind ebenfalls entscheidend, besonders bei der Arbeit mit durchsetzungsstarken Personen oder Menschen mit Demenz.
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Altenpfleger – Gehalt in der Ausbildung
Auszubildende in der Altenpflege erhalten gemäß § 17 Abs. 1 AltPflG eine angemessene Vergütung. Diese beträgt in Einrichtungen des öffentlichen Dienstes rund 1.100 bis 1.200 Euro monatlich. Kirchliche und private Träger zahlen ähnliche Vergütungen.
Altenpfleger – Gehalt im weiteren Berufsleben
Das Gehalt für Altenpfleger unterscheidet sich je nach Arbeitgeber, Bundesland und Berufserfahrung. In öffentlichen Krankenhäusern liegt es bei etwa 2.800 bis 3.000 Euro monatlich, in kirchlichen Einrichtungen bei 3.200 bis 3.500 Euro. Private Anbieter zahlen oft weniger.
Wie sieht der Berufsalltag nach der Altenpfleger Ausbildung aus?
Altenpfleger unterstützen ältere Menschen bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben, leisten pflegerische und medizinische Unterstützung und übernehmen Verwaltung und Planung.
Aufgaben als Altenpfleger
Zu den Aufgaben eines Altenpflegers zählen grundpflegerische Maßnahmen, welche auch das Betten und Lagern der Patienten, Erste-Hilfe-Maßnahmen und die Verabreichung von Medikamenten umfassen. Die Fachkräfte übernehmen aber auch die Mitwirkung bei der Pflegeplanung, die Dokumentation von Pflegebedarf und Maßnahmen, die Kontaktaufnahme zu Behörden und Ärzten, sowie Abrechnungen.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten von Altenpflegern hängen von der Einrichtung und der speziellen Stelle ab. Schichtdienst und Wochenendarbeit sind üblich. Viele dieser Fachkräfte arbeiten in Teilzeit.
Wo kann gearbeitet werden?
Altenpfleger können in Alten- und Pflegeheimen, ambulanter Pflege, geriatrischen Krankenhäusern, Rehakliniken und Senioren-Tagesstätten arbeiten. Die meisten Arbeitgeber sind private Träger oder gemeinnützige Organisationen wie Caritas oder das DRK.
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Welche Berufsperspektiven haben Altenpfleger?
Die Berufsaussichten für Altenpfleger sind aufgrund des demografischen Wandels und des Pflegekräftemangels sehr gut. Immer mehr Altersheime und Tagespflegeeinrichtungen eröffnen, die Nachfrage steigt stetig.
Weiterbildungsmöglichkeiten
Weiterbildungen sind in der Altenpflege essenziell. Die Fachpersonen können sich beispielsweise auf Palliativpflege, gerontopsychiatrische Pflege oder klinische Geriatrie spezialisieren. Weitere Karriereschritte sind Weiterbildungen zum Alltagsbegleiter, Pflegedienstleitung oder Fachwirt in der Alten- und Krankenpflege.
Passende Jobs
Passende Jobs in der Altenpflege gibt es bei Soziale Karriere. Hier gibt es Jobs als Altenpfleger, Jobs als Altenpflegehelfer und Jobs als Haus- und Familienpfleger.
Häufige Fragen
- Was macht ein Altenpfleger im Berufsalltag?
- Wie lange dauert die Ausbildung zum Altenpfleger?
- Wo kann ein Altenpfleger arbeiten?
- Wie hoch ist das Gehalt als Altenpfleger?
- Für wen eignet sich der Beruf Altenpfleger?
Ein Altenpfleger unterstützt ältere Menschen bei alltäglichen Aufgaben, leistet pflegerische und medizinische Hilfe und übernimmt zusätzlich organisatorische Tätigkeiten wie Pflegeplanung, Koordination und Dokumentation. Damit verbindet der Beruf menschliche Nähe mit fachlicher Verantwortung.
Die Ausbildung zum Altenpfleger dauert laut in Vollzeit drei Jahre. In Teilzeit kann die Ausbildung bis zu fünf Jahre dauern und findet sowohl an einer Pflegefachschule als auch beim Arbeitgeber statt.
Ein Altenpfleger arbeitet überall dort, wo ältere Menschen betreut und gepflegt werden. Dazu zählen insbesondere stationäre Einrichtungen, ambulante Dienste und weitere Pflegeeinrichtungen, in denen Unterstützung, Versorgung und Dokumentation zum Berufsalltag gehören.
Das Gehalt als Altenpfleger unterscheidet sich je nach Arbeitgeber, Bundesland und Berufserfahrung. Die Vergütung im öffentlichen Bereich kann anders ausfallen kann als in privaten Einrichtungen.
Der Beruf Altenpfleger eignet sich besonders für Menschen, die gern mit älteren Menschen arbeiten, Verantwortung übernehmen und sowohl pflegerische als auch organisatorische Aufgaben bewältigen möchten. Weil Altenpfleger eng mit Pflegebedürftigen zusammenarbeiten, sind Empathie, Belastbarkeit und Sorgfalt besonders wichtig.













