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Der Fachkräfteengpass in den Pflegeberufen eröffnet Quereinsteigern vielfältige Möglichkeiten für den Einstieg in die Altenpflege. Ob als Pflegehilfskraft, Betreuungskraft oder angehende Pflegefachkraft – bundesweit suchen Pflegeeinrichtungen nach motivierten Mitarbeitenden und bieten unterschiedliche Wege in den Beruf. Im folgenden Beitrag erfährst Du, welche Voraussetzungen für den Quereinstieg gelten, welche Qualifizierungswege Dir offenstehen und welche Gehalts- und Entwicklungsperspektiven die Altenpflege bietet.
Das Wichtigste zum Quereinstieg in die Altenpflege in Kürze
- Der Quereinstieg in die Altenpflege ist bundesweit möglich.
- Einstiegsmöglichkeiten bestehen als Pflegehilfskraft, Altenpflegehelfer oder Betreuungskraft. Ab 2027 kommt die bundeseinheitliche Ausbildung zur Pflegefachassistenz hinzu.
- Seit 2020 erfolgt die Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz. Der reguläre generalistische Abschluss lautet Pflegefachfrau, Pflegefachmann oder Pflegefachperson. Unter bestimmten Voraussetzungen ist weiterhin ein gesonderter Abschluss als Altenpfleger möglich.
- Auch Menschen ohne pflegerische Vorerfahrung können in den Beruf starten.
- Die Altenpflege bietet langfristig gute Beschäftigungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.
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Warum sich ein Quereinstieg in die Altenpflege lohnt
Die Altenpflege gehört zu den Berufsfeldern mit einem deutlichen Fachkräfteengpass in Deutschland. Durch den demografischen Wandel steigt der Bedarf an Pflegekräften kontinuierlich. Gleichzeitig suchen viele Menschen nach einer sinnstiftenden Tätigkeit oder möchten sich beruflich neu orientieren.
Für Quereinsteiger ergeben sich dadurch gute Chancen. Pflegeeinrichtungen suchen bundesweit Personal und bieten unterschiedliche Einstiegs- und Qualifizierungsmöglichkeiten an. Zudem eröffnet der Pflegebereich langfristige Perspektiven und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.
Mehr zum Beruf des Altenpflegers erfährst Du hier:
Welche Wege in die Altenpflege führen
In die Altenpflege führen verschiedene Wege. Welcher davon infrage kommt, hängt vor allem von Deiner Vorbildung, Deinen beruflichen Zielen und Deiner persönlichen Lebenssituation ab. Während manche zunächst praktische Erfahrungen sammeln möchten, streben andere direkt einen anerkannten Berufsabschluss an.
Pflegehilfskraft werden
Der Einstieg als Pflegehilfskraft gehört zu den häufigsten Wegen für Quereinsteiger. Viele Einrichtungen stellen Mitarbeitende auch ohne pflegerische Ausbildung ein und vermitteln die notwendigen Grundlagen während der Einarbeitung.
Pflegehilfskräfte unterstützen Pflegebedürftige beispielsweise bei der Körperpflege, beim Essen und Trinken oder bei alltäglichen Aufgaben. Außerdem arbeiten sie eng mit dem Pflegeteam zusammen und übernehmen unterstützende Tätigkeiten im Pflegealltag.
Ausbildung in der Altenpflegehilfe
Wenn Du Dich weiter qualifizieren möchte, kannst Du eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin oder zum Altenpflegehelfer absolvieren. Diese dauert je nach Bundesland ein bis zwei Jahre (in Vollzeit) und vermittelt Dir grundlegende Kenntnisse in Pflege, Betreuung und Dokumentation.
Die Ausbildung erleichtert den Zugang zu verantwortungsvolleren Tätigkeiten und kann gleichzeitig eine gute Grundlage für eine spätere Pflegeausbildung sein.
Bundesweit einheitliche Ausbildung ab 2027
Ab dem 1. Januar 2027 wird die Altenpflegehilfe schrittweise durch die neue, bundesweit einheitliche Ausbildung zur Pflegefachassistenz abgelöst. Diese dauert regulär 18 Monate in Vollzeit. Für bereits begonnene oder übergangsweise noch startende landesrechtliche Ausbildungen gelten Übergangsfristen.
Quereinstieg zur Pflegefachkraft
Seit 2020 gibt es keine separat nach dem früheren Altenpflegegesetz geregelte Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger mehr. Die frühere Altenpflegeausbildung ist in der Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz aufgegangen.
Absolventen erwerben heute in der Regel den Abschluss als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und qualifiziert für Tätigkeiten in der Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege. Dadurch bleiben Pflegefachkräfte bei ihrer späteren Berufswahl flexibel.
Auszubildende mit einem vertraglich vereinbarten Vertiefungseinsatz in der stationären oder ambulanten Langzeitpflege können sich vor dem letzten Ausbildungsdrittel stattdessen für den gesonderten Abschluss als Altenpfleger entscheiden. Ob dieser Weg angeboten werden kann, hängt auch vom Ausbildungsträger und von der Pflegeschule ab.
Einstieg als Betreuungsassistent oder Alltagsbegleiter
Auch als Betreuungsassistent oder Alltagsbegleiter ist ein Einstieg in den Pflegebereich möglich. Der Schwerpunkt liegt dabei weniger auf pflegerischen Tätigkeiten als auf der sozialen Betreuung älterer Menschen. Betreuungsassistenten begleiten Bewohner bei Freizeitangeboten, Gesprächen oder gemeinsamen Aktivitäten und tragen damit wesentlich zur Lebensqualität im Alltag bei. Für eine Tätigkeit als zusätzliche Betreuungskraft nach §§ 43b und 53b SGB XI ist eine Qualifizierung nach den Betreuungskräfte-Richtlinien erforderlich.
Mehr zu den Berufen erfährst Du hier:
Voraussetzungen für den Quereinstieg
Für den Einstieg in die Altenpflege sind nicht immer umfangreiche formale Qualifikationen erforderlich. Je nach Tätigkeitsbereich gelten jedoch unterschiedliche Anforderungen. Neben schulischen Voraussetzungen spielen vor allem persönliche Kompetenzen eine wichtige Rolle.
Schulische Voraussetzungen
Für Tätigkeiten als Pflegehilfskraft verlangen viele Arbeitgeber keinen bestimmten Schulabschluss. Wenn Du eine Ausbildung zur Altenpflegehilfe oder zur Pflegefachkraft beginnen möchtest, musst Du allerdings die jeweiligen schulischen Voraussetzungen erfüllen.
Für die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ist grundsätzlich ein mittlerer Schulabschluss oder eine erfolgreich abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung erforderlich. Ein Hauptschulabschluss reicht aus, wenn zusätzlich eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder eine anerkannte, mindestens einjährige Pflegehilfe- oder Pflegeassistenzausbildung abgeschlossen wurde. Für die Altenpflegehilfe gelten bis zur Umstellung auf die Pflegefachassistenz die jeweiligen Landesregelungen. Zusätzlich musst Du für die Pflegefachkraftausbildung gesundheitlich geeignet und zuverlässig sein sowie über die erforderlichen Deutschkenntnisse verfügen.
Persönliche Stärken
Die Arbeit mit älteren Menschen erfordert neben fachlichen Kenntnissen vor allem soziale Kompetenzen. Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen. Darüber hinaus sind Geduld, Zuverlässigkeit und Belastbarkeit gefragt. Schließlich begleitet die Altenpflege Menschen oft über längere Zeiträume und in unterschiedlichen Lebenssituationen.
Deutschkenntnisse
Gute Deutschkenntnisse sind für die Kommunikation mit Pflegebedürftigen, Angehörigen und Kollegen unverzichtbar. Sie werden außerdem für die Pflegedokumentation und die Zusammenarbeit im Team benötigt. Viele Arbeitgeber unterstützen Dich bei Bedarf durch Sprachförderangebote oder begleitende Qualifizierungen.
So läuft der Einstieg in die Altenpflege ab
Der Weg in die Altenpflege kann individuell gestaltet werden. Viele Quereinsteiger nutzen zunächst die Möglichkeit, den Berufsalltag kennenzulernen. Anschließend entscheiden sie sich für eine Helfertätigkeit, eine Ausbildung oder eine Umschulung.
Praktikum als erster Schritt
Ein Praktikum bietet Dir die Möglichkeit, erste Einblicke in den Pflegealltag zu gewinnen. Du lernst typische Aufgaben kennen und kannst prüfen, ob Dir die Arbeit mit älteren Menschen liegt. Gleichzeitig entstehen häufig erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern oder Ausbildungsträgern.
Umschulung in die Pflege
Wenn Du Dich beruflich komplett neu orientieren möchtest, kannst Du eine Umschulung in Betracht ziehen. Unter bestimmten Voraussetzungen fördern die Bundesagentur für Arbeit oder Jobcenter entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen.
Eine Umschulung ermöglicht es Dir, auch später im Berufsleben noch einen anerkannten Pflegeabschluss zu erwerben. Die Umschulung zur Pflegefachkraft dauert grundsätzlich drei Jahre. Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter kann unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise die Lehrgangskosten für die gesamte Ausbildungsdauer übernehmen.
Ausbildung in Vollzeit oder Teilzeit
Die generalistische Pflegeausbildung wird vielerorts sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit angeboten. Dadurch lässt sich die Qualifizierung häufig mit familiären Verpflichtungen oder anderen Lebensumständen vereinbaren. In Vollzeit dauert die Ausbildung drei Jahre, in Teilzeit höchstens fünf Jahre. Insbesondere für Eltern oder Wiedereinsteiger können flexible Ausbildungsmodelle den Zugang zum Pflegeberuf erleichtern.
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Gehalt und Perspektiven
Die Altenpflege bietet nicht nur gute Beschäftigungschancen, sondern auch langfristige Entwicklungsmöglichkeiten. Mit zunehmender Qualifikation steigen in der Regel Verantwortung, Aufgabenbereich und Verdienst.
Das bundesweite Medianentgelt für vollzeitbeschäftigte Altenpflegehelfer liegt bei 3.335 Euro brutto im Monat. Pflegefachkräfte in der Altenpflege erreichen ein Medianentgelt von 4.438 Euro brutto. Die tatsächliche Vergütung hängt unter anderem von Arbeitgeber, Tarifvertrag, Region und Berufserfahrung ab. Hinzu kommen oftmals Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienste.
Darüber hinaus stehen Dir zahlreiche Fort- und Weiterbildungen offen, beispielsweise in den Bereichen Gerontopsychiatrie, Praxisanleitung, Wohnbereichsleitung oder Pflegedienstleitung. Dadurch eröffnen sich Dir langfristig attraktive Karrierewege.
Praxisbeispiele aus dem Alltag
Der Quereinstieg in die Altenpflege verläuft nicht bei allen Menschen gleich. Die folgenden fiktiven Beispiele veranschaulichen mögliche Wege für den Wechsel aus anderen Branchen in den Pflegebereich.
Vom Einzelhandel in die stationäre Pflege
Eine gelernte Einzelhandelskauffrau absolviert zunächst ein Praktikum in einem Seniorenheim. Die positiven Erfahrungen bestärken sie darin, die Ausbildung zur Pflegefachkraft zu beginnen. Heute arbeitet sie in der stationären Altenpflege.
Einstieg über die Pflegehilfe
Ein ehemaliger Gastronom startet als Pflegehilfskraft in Teilzeit. Nach ersten Berufserfahrungen entscheidet er sich für eine Qualifizierung in der Altenpflegehilfe und erweitert dadurch seine beruflichen Möglichkeiten.
Neustart nach der Elternzeit
Eine Mutter beginnt zunächst als Betreuungskraft in einer Pflegeeinrichtung. Dort sammelt sie praktische Erfahrungen und prüft, ob eine spätere Ausbildung zur Pflegefachkraft für sie infrage kommt.
Checkliste: Bin ich bereit für den Quereinstieg?
Wenn Du einen Wechsel in die Altenpflege planst, solltest Du Dich vorab mit den wichtigsten Voraussetzungen und Einstiegsmöglichkeiten beschäftigen. Die folgende Checkliste hilft Dir bei der Orientierung.
- Interesse an der Arbeit mit älteren Menschen mitbringen
- Eigene Stärken wie Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein reflektieren
- Voraussetzungen für den gewünschten Einstiegsweg prüfen
- Informationen zu Ausbildung, Altenpflegehilfe, Pflegefachassistenz oder Helfertätigkeiten einholen
- Möglichkeiten für Vollzeit-, Teilzeit- oder berufsbegleitende Modelle vergleichen
- Praktikum oder Hospitation zur Orientierung nutzen
- Fördermöglichkeiten für Ausbildung oder Umschulung recherchieren
- Bewerbungsunterlagen für Pflegeeinrichtungen vorbereiten
Eine sorgfältige Vorbereitung erleichtert den Einstieg und hilft Dir dabei, den passenden Weg in die Altenpflege zu finden.
Passende Jobs in der Altenpflege
Passende Jobs in der Altenpflege gibt es bei Soziale Karriere. Hier gibt es Jobs als Altenpfleger, Stellenangebote als Altenpflegehelfer, Stellen als Haus- und Familienpfleger und viele mehr.
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Häufige Fragen zum Quereinstieg in der Altenpflege
- Ist der Quereinstieg als Altenpfleger bundesweit möglich?
- Brauche ich eine Ausbildung, um in der Altenpflege zu starten?
- Wie lange dauert der Einstieg in die Altenpflege?
- Gibt es regionale Unterschiede beim Gehalt?
Ja, ein Quereinstieg in die Altenpflege ist bundesweit möglich. Die generalistische Pflegeausbildung ist in Deutschland einheitlich geregelt. Unterschiede können sich jedoch bei einzelnen Ausbildungsangeboten, Fördermöglichkeiten oder landesspezifischen Vorgaben ergeben. Die Berufsbezeichnung „Altenpfleger“ setzt allerdings einen staatlich anerkannten Abschluss und die Erlaubnis zum Führen dieser Berufsbezeichnung voraus.
Für den Einstieg in die Altenpflege ist nicht in jedem Fall eine abgeschlossene Pflegeausbildung erforderlich. Viele Einrichtungen beschäftigen Quereinsteiger zunächst als Pflegehilfskraft. Für eine Tätigkeit als zusätzliche Betreuungskraft nach §§ 43b und 53b SGB XI ist dagegen eine entsprechende Qualifizierung erforderlich.
Die Dauer des Einstiegs hängt vom gewählten Berufsweg ab. Erste Qualifizierungen können bereits nach wenigen Wochen abgeschlossen sein. Eine Ausbildung in der Altenpflegehilfe dauert in Vollzeit ein bis zwei Jahre, während die generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft in der Regel drei Jahre umfasst. Die neue Pflegefachassistenzausbildung dauert ab 2027 regulär 18 Monate in Vollzeit.
Ja, die Vergütung in der Altenpflege kann je nach Bundesland, Arbeitgeber und Tarifbindung unterschiedlich ausfallen. Auch die Berufserfahrung, die Qualifikation sowie Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienste beeinflussen das tatsächliche Einkommen.
- Bundesministerium für Gesundheit, Fachkommission übergibt Rahmenlehrplan und Rahmenausbildungsplan für die bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung an BMBFSFJ und BMG, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/... (Abrufdatum: 27.08.2026)
- Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), “Ausbildung zur Pflegefachperson”, https://www.bmbfsfj.bund.de/... (Abrufdatum: 27.08.2026)
- Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), “Flyer Pflegeausbildung aktuell – Informationen zu den Pflegeausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz”, https://www.bibb.de/... (Abrufdatum: 27.08.2026)
- Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), “Rahmenpläne für die Pflegeausbildung”, https://www.bibb.de/... (Abrufdatum: 27.08.2026)








