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Berufstätige im Sozialwesen, die gerne in ihrem Beruf verbleiben wollen, sich aber dennoch akademisch weiterqualifizieren wollen, finden im berufsintegrierten Studium Soziale Arbeit ein interessantes Angebot. Der neue Studiengang Soziale Arbeit plus der Technischen Hochschule Mannheim ist das erste berufsintegrierte Präsenzstudium an einer staatlichen Hochschule. Bislang war ein solches Studium nur als Fernstudium oder berufsbegleitend an privaten Hochschulen möglich. Dieser Artikel informiert über das Studienangebot, geht auf dessen Besonderheiten, Aufbau und Inhalte ein und zeigt die beruflichen Perspektiven nach dem Abschluss auf.
Kompakt: Was zeichnet einen berufsintegrierenden Studiengang in Sozialer Arbeit aus?
Berufsintegrierende Studiengänge in Sozialer Arbeit haben als Zielgruppe bereits berufstätige Personen im Sozialwesen. Es handelt sich dabei in der Regel um Fern- oder berufsbegleitende Studiengänge, sodass Du Deinen aktuellen Job parallel zum Studium weiter ausüben kannst.
Nun gibt es mit Sozialer Arbeit plus ein berufsintegrierendes Präsenzstudium an einer staatlichen Hochschule. Studiert wird an zwei Tagen pro Woche, während an drei Wochentagen ganz regulär gearbeitet werden kann. Weitere Pluspunkte: Es gibt keinen Numerus Clausus und keine Studiengebühren. Lediglich Semestergebühren fallen an.
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Soziale Arbeit berufsintegriert studieren
Soziale Arbeit als berufsintegrierender Studiengang wird aktuell als Fernstudium, etwa bei der Internationalen Hochschule IU, oder als berufsbegleitendes Studium an privaten Hochschulen, wie der Internationalen Studien- und Berufsakademie (isba), angeboten. Neu ist das Angebot eines berufsintegrierenden Präsenzstudiengangs Soziale Arbeit plus an einer staatlichen Hochschule in Mannheim.
Berufsintegrierende Studiengänge richten sich an Beschäftigte, die ihre Praxiserfahrung in ein Hochschulstudium einbringen und sich akademisch qualifizieren möchten – gleichzeitig aber in ihrem bestehenden Beruf weiterarbeiten möchten. Anders als duale Studiengänge sprechen sie also keine Berufsanfänger an, sondern verfolgen das Ziel, die Berufserfahrung der Studenten systematisch in das Studium einzubinden. Der Beruf wird damit ein zentraler Bestandteil des Studiums.
Soziale Arbeit plus – Voraussetzungen
Da sich der Studiengang Soziale Arbeit plus an Berufstätige im Sozialwesen richtet, musst Du zu Studienbeginn einen Arbeitsvertrag in einem Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit im Umfang von mindestens 15 Stunden pro Woche vorlegen. Das Tätigkeitsfeld Soziale Arbeit ist sehr weit gefasst. Es vereint Berufe wie den Sozialarbeiter, Sozialassistenten und Sozialpädagogen, aber auch Familienhelfer, Arbeitspädagogen, Heilerziehungspfleger, Inklusionsbeauftragte, Jugendpfleger und viele mehr.
Zudem musst Du über eine allgemeine, fachgebundene oder Fachhochschulreife verfügen. Eine höhere berufliche Qualifizierung wie ein Meistertitel oder eine absolvierte Aufstiegsfortbildung wird ebenfalls akzeptiert – allerdings schließt sich daran eine Eignungsprüfung für den Hochschulzugang an. Der Studiengang erfordert jedoch keinen Numerus Clausus, sodass sich alle Interessenten bewerben können.
Was, wenn ich noch keinen Arbeitsplatz habe?
Wenn Du aktuell noch über keinen Arbeitsplatz verfügst, findest Du bei Sozial-Karriere passende Jobs im Berufsfeld Soziale Arbeit - etwa Jobs als Sozialpädagoge, Stellen im Sozialdienst oder Jobangebote als Sozialarbeiter. Übrigens: Auch ein Wechsel des bisherigen Berufs ist während des Studiums möglich. Allerdings muss auch die neue Stelle im Fachbereich Soziale Arbeit liegen.
Aufbau und Inhalte des Studiengangs
Das Studium erstreckt sich an der TH Mannheim über sieben Semester und umfasst 210 ECTS. ECTS sind europaweit einheitliche Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand für Studierende messen. Je mehr Aufwand ein Kurs mit sich bringt, desto mehr ECTS-Punkte werden für die erfolgreiche Absolvierung dieses Kurses vergeben. Studienbeginn ist jährlich zum Wintersemester.
Dabei ist ein Präsenzstudium an zwei Wochentagen (Donnerstag und Freitag) vorgesehen, während Du von Montag bis Mittwoch in Deinem aktuellen Beruf tätig bist. Ein Teil der Lehre (etwa 20 Prozent) kann digital stattfinden um noch bessere Vereinbarkeit zwischen Studium und Arbeit zu schaffen. Das Studium gliedert sich inhaltlich in Praxis- bzw. Projektmodule, Arbeitsfeldanalysen, Fachmodule, Methodenmodule und Profilierungsmodule. Die genauen Inhalte gibt die folgende Tabelle wieder:
| Modulbereich | Praxis / Projekt | Arbeitsfeldanalyse | Profilierung | Fachmodul | Methoden / Management / Forschung |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Semester (30 ECTS) | Reflektierte Praxis | Adressatenperspektive – Diversität und Ausschließung | Profilierung | Grundlagen der Pädagogik | Entwicklungspsychologie |
| 2. Semester (30 ECTS) | Reflektierte Praxis | Professionelle Perspektive -Theorien der Sozialen Arbeit | Profilierung | Inklusive Bildung | Methoden der Sozialen Arbeit |
| 3. Semester (30 ECTS) | Reflektierte Praxis | Netzwerkperspektive und Mikrosoziologie | Vertiefte Profilierung | Jugendhilferecht und Kindschaftsrecht | Methoden der Sozialen Arbeit |
| 4. Semester (30 ECTS) | Reflektierte Praxis | Organisationsperspektive und Organisationssoziologie | Vertiefte Profilierung | Sozialrecht | Management |
| 5. Semester (30 ECTS) | Projektplanung | Gesellschaftsperspektive und Gesellschaftstheorie | Spezialisierung | Politische und mediale Bildung | Sozialmedizin / Klinische Psychologie |
| 6. Semester (31 ECTS) | Projektdurchführung | Politische Perspektive | Spezialisierung | Sozial- und Bildungspolitik | Methoden der Forschung und Evaluation |
| 7. Semester (29 ECTS) | Projektevaluation | Bachelorarbeit | – | Ethik und Geschichte Sozialer Arbeit | – |
Das Studium schließt mit einer schriftlichen Bachelorarbeit. Nach dem Bestehen der Abschlussprüfung wird im Zeugnis die staatliche Anerkennung bescheinigt.
Kosten des Studiums
An der Technischen Hochschule Mannheim werden für das Studium Soziale Arbeit plus keine Studiengebühren erhoben. Allerdings musst Du einen Semesterbeitrag entrichten, der aktuell bei 194,60 Euro pro Semester liegt. Handelt es sich bei dem aufgenommenem Studium um ein Zweitstudium gelten Ausnahmen.
Weitere Informationen zum Studiengang Soziale Arbeit plus an der TH Mannheim findest Du hier.
Bewerbung: Fristen und Ablauf
Der aktuelle Bewerbungszeitraum für 2026 läuft vom 15. April bis zum 31. Mai 2026. Die Bewerbung erfolgt online über die Webseite der Hochschule. Nach formaler Prüfung der Unterlagen wirst Du zu einer Online-Klausur eingeladen, die Dein bisheriges Wissen prüft. Der Studiengang bietet Platz für 25 Studenten.
Checkliste: Diese Unterlagen benötigst Du für Deine Bewerbung
Für die Bewerbung benötigst Du:
- Die Hochschulzugangsberechtigung (Allgemeine, fachgebundene oder Fachhochschulreife – Alternativ berufliche Qualifikation oder ausländische Bildungsnachweise)
- Den Nachweis des absolvierten Studienorientierungstests
- Einen aktuellen Arbeitsvertrag im Tätigkeitsfeld Soziale Arbeit (kann noch bis Studienbeginn nachgereicht werden)
- Einen aktuellen Lebenslauf
- Ein Motivationsschreiben
Berufliche Perspektiven nach dem Studium Soziale Arbeit plus
Nach erfolgreich absolviertem Studium stehen Dir alle Felder der Sozialen Arbeit offen: Von Jugendhilfe, über Schulsozialarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, bis zum Kliniksozialdienst, der Bewährungshilfe, der Bildungsarbeit oder beratenden Tätigkeiten.
Passende Jobs im Sozialwesen
Passende Jobs im Berufsfeld Soziale Arbeit findest Du bei Sozial-Karriere. Hier gibt es Jobs als Sozialassistent, Stellenangebote als Sozialberater, Stellen als Sozialbetreuer. und viele mehr.
Häufige Fragen
- Was ist der Studiengang Soziale Arbeit plus?
- Was verdienen Sozialarbeiter in Deutschland?
- Haben Berufe in der Sozialen Arbeit Zukunft?
Soziale Arbeit plus ist ein Studiengang für Beschäftigte im Sozialwesen, die ihre Praxiserfahrung nutzen wollen, um sich in einem Bachelorstudium akademisch zu qualifizieren. Studieren plus arbeiten heißt, die Berufstätigkeit ins Studium zu integrieren.
Sozialarbeiter verdienen in Deutschland durchschnittlich zwischen 40.000 und 52.000 Euro brutto pro Jahr. Durch Tarifverträge (TVöD) können die Gehälter auf bis über 60.000 Euro jährlich steigen.
Soziale Berufe sind ziemlich zukunftssicher, weil Pflege, Erziehung und Unterstützung von Menschen nicht einfach an Maschinen oder KI abgegeben werden können
- Technische Hochschule Mannheim, “B. A. Soziale Arbeit plus”, https://www.sw.hs-mannheim.de/... (Abrufdatum: 13.02.2026)
- isba, “Soziale Arbeit | Berufsintegriertes Studium”, https://www.isba-studium.de/... (Abrufdatum: 13.02.2026)
- IU, “Fernstudium Soziale Arbeit”, https://www.iu-fernstudium.de/... (Abrufdatum: 13.02.2026)








