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Praktikanten im öffentlichen Dienst haben bestimmte Rechte und Pflichten. Diese sind nicht zufällig geregelt, sondern werden in einem eigenen Tarifvertrag festgelegt: dem TVPöD. Er schafft klare Grundlagen für Praktikumsverhältnisse bei Arbeitgebern, die unter den TVöD fallen. Dadurch wissen Praktikanten, welches Entgelt sie erhalten und welche weiteren Regelungen für sie gelten. Dazu gehören zum Beispiel Urlaub, Arbeitszeit, Jahressonderzahlungen und Zuschläge. Im folgenden Artikel wird erklärt, was der TVPöD ist und welche wichtigen Inhalte er für Praktikanten enthält.
Das Wichtigste in Kürze
- Der TVPöD regelt Praktikumsverhältnisse im öffentlichen Dienst. Er gilt für Praktikanten bei Arbeitgebern, die unter den TVöD fallen.
- Das monatliche Entgelt ist in drei Berufsgruppen eingeteilt.
- Praktikanten erhalten bei einer Fünf-Tage-Woche 30 Tage Urlaub im Jahr.
- Die Arbeitszeit richtet sich nach den Regelungen der Beschäftigten im jeweiligen Beruf.
- Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es eine Jahressonderzahlung in Höhe von 82,14 Prozent des monatlichen Entgelts.
- Für Nachtarbeit, Wochenend- und Feiertagsarbeit können Zuschläge und weitere Leistungen gelten.
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Was ist der TVPöD?
Der TVPöD ist der Tarifvertrag für Praktikanten des öffentlichen Dienstes. Er regelt die Arbeitsbedingungen für Personen, die ein Praktikum bei einem öffentlichen Arbeitgeber machen – sofern es sich um einen Arbeitgeber handelt, dessen Beschäftigte unter den TVöD fallen. Dadurch schafft der Tarifvertrag klare Regeln, zum Beispiel zur Arbeitszeit, zum Entgelt und zu weiteren Rechten und Pflichten während des Praktikums. So wissen sowohl die Praktikanten als auch die Arbeitgeber, welche Bedingungen für das Praktikum gelten.
TVAöD, TVPöD und TVSöD: Was ist der Unterschied?
Der TVAöD gilt für Auszubildende im öffentlichen Dienst, zum Beispiel in Berufen nach dem BBiG, in der Pflege oder in bestimmten Gesundheitsberufen. Der TVPöD gilt dagegen für Praktikanten bei Arbeitgebern mit TVöD, etwa in sozialen oder pädagogischen Anerkennungspraktika. Der TVSöD regelt ausbildungsintegrierte duale Studiengänge im öffentlichen Dienst. Wichtig ist: Für jede Gruppe gilt ein eigener Tarifvertrag. Deshalb kommt es immer darauf an, ob jemand eine Ausbildung, ein Praktikum oder ein duales Studium absolviert.
Auch interessant: Du willst nach Deinem Praktikum richtig durchstarten? Das sind die Gehälter im öffentlichen Dienst.
Entgelttabellen für Praktikanten des öffentlichen Dienstes
Die Entgelttabellen für Praktikanten des öffentlichen Dienstes zeigen, wie viel Entgelt Praktikanten monatlich erhalten. Der TVPöD teilt das Entgelt dabei in drei Berufsgruppen ein. Die aktuell gültigen Beträge können der folgenden Tabelle entnommen werden.
| Berufsgruppe des Praktikums | Monatliches Entgelt |
| Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Heilpädagoge | 2.176,21 € |
| Pharmazeutisch-technischer Assistent, Erzieher | 1.952,02 € |
| Kinderpfleger, Masseur und medizinischer Bademeister | 1.895,36 € |
Gültig von 01.05.2026
Je nach Beschäftigung können übrigens verschiedene Tarifwerke innerhalb des TVöD gelten. Mehr dazu erfährst Du hier:
- TVöD SuE für den Sozial- und Erziehungsdienst
- TVöD VKA für kommunale Arbeitgeber
- TVöD P für pflegerische Tätigkeiten
TVPöD – Weitere Regelungen
Der TVPöD enthält nicht nur Regelungen zum Entgelt, sondern auch zu weiteren wichtigen Bereichen des Praktikumsverhältnisses. Dazu gehören zum Beispiel Urlaub, Arbeitszeit, Jahressonderzahlungen sowie Zulagen und weitere Leistungen. Diese Regelungen sorgen dafür, dass Praktikanten klare Ansprüche haben.
Urlaub
Praktikanten im TVPöD erhalten bezahlten Erholungsurlaub. Der Urlaubsanspruch richtet sich nach den Regelungen, die auch für die Beschäftigten des Arbeitgebers gelten. Bei einer Verteilung der Arbeitszeit auf fünf Tage in der Woche beträgt der Urlaubsanspruch 30 Arbeitstage im Kalenderjahr.
Wochenarbeitszeit
Auch die Arbeitszeit ist im TVPöD geregelt. Die durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit und die tägliche Arbeitszeit richten sich nach den Bestimmungen, die für Beschäftigte des Arbeitgebers im späteren Beruf des Praktikanten gelten. In Berufen im Bereich des TVöD-VKA beträgt die regelmäßige Wochenarbeitszeit zum Beispiel durchschnittlich 39 Stunden.
Jahressonderzahlungen
Praktikanten haben Anspruch auf eine Jahressonderzahlung, wenn sie am 1. Dezember noch in einem Praktikumsverhältnis stehen. Die Jahressonderzahlung beträgt 82,14 Prozent des Entgelts, das ihnen für den Monat November zusteht. Wenn Praktikanten direkt nach dem Praktikum von ihrem Arbeitgeber übernommen werden und am 1. Dezember weiterhin dort beschäftigt sind, erhalten sie zusätzlich eine anteilige Jahressonderzahlung aus dem Praktikumsverhältnis.
Zulagen und weitere Leistungen
Der TVPöD regelt außerdem Zulagen und weitere Leistungen. Für Nachtarbeit erhalten Praktikanten einen Zeitzuschlag von 1,28 Euro pro Stunde. Für Arbeit an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen und Vorfesttagen, sowie für Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Überstunden und weitere Zeitzuschläge gelten die Regelungen der Beschäftigten des Arbeitgebers sinngemäß.
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Häufige Fragen
- Was ist der TVPöD?
- Für wen gilt der TVPöD?
- Wie wird das Entgelt festgelegt?
- Wie viel Urlaub bekommen Praktikanten?
- Gibt es eine Jahressonderzahlung?
Der TVPöD ist der Tarifvertrag für Praktikanten des öffentlichen Dienstes. Er regelt wichtige Bedingungen des Praktikumsverhältnisses.
Der TVPöD gilt für Praktikanten, die bei einem Arbeitgeber tätig sind, der unter den Geltungsbereich des TVöD fällt.
Das Entgelt im TVPöD wird nach drei Berufsgruppen eingeteilt. Für jede Berufsgruppe ist ein fester monatlicher Betrag vorgesehen.
Bei einer Fünf-Tage-Woche erhalten Praktikanten im TVPöD 30 Arbeitstage Erholungsurlaub im Kalenderjahr.
Ja, Praktikanten im TVPöD haben Anspruch auf eine Jahressonderzahlung, wenn sie am 1. Dezember noch in einem Praktikumsverhältnis stehen.
- Bundesministerium des Inneren, “Tarifvertrag für Praktikantinnen/Praktikanten des öffentlichen Dienstes (TVPöD)”, https://www.bmi.bund.de/... (Abrufdatum: 03.07.2026)








